Formel 1 in Magny Cours

Formel 1 in Magny Cours

— 01.07.2005

Zurück zur Normalität

Indy und der Reifenskandal sind noch in bester Erinnerung. Teil eins der Wiedergutmachungs-Tour startet in Frankreich.

Das Skandalrennen von Indianapolis, der Wirbel um die FIA-Verhandlung gegen die Michelin-Teams – die Formel 1 hat schwere Wochen hinter sich. Beim Großen Preis von Frankreich (So., 2. Juli; 14 Uhr) in Magny-Cours soll nun der Weg zurück zur Normalität eingeschlagen werden. Nicht um Boykotte, Drohungen und vertagte Urteile, sondern um Überholmanöver und Positionskämpfe zwischen Schumi, Kimi und Fernando soll es gehen.

Der Worlds Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes hatte nach einer Sitzung in Paris ein unausgegorenes Urteil gefällt: Die sieben Michelin-bereiften Teams wurden für schuldig befunden, beim GP der USA nicht im Besitz passender Reifen gewesen zu sein und unrechtmäßig den Start verweigert zu haben. Sie hätten nicht die Möglichkeit genutzt, in jeder Runde durch die Boxengasse zu fahren, präzisierte eine FIA-Mitteilung. Sechs Teams legten Berufung ein, die Festlegung eines Straßmaßes wurde auf den 14. September vertagt. Michelin hat mittlerweile die Verantwortung für das Reifendebakel übernommen und die Rückzahlung der Eintrittsgelder an die verärgerten Fans angekündigt.

"Wichtig ist jetzt für die Zuschauer der Sport auf der Strecke und keine weiteren Grabenkämpfe", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug zur Situation: "Die ganze Angelegenheit ist eskaliert, und das war unnötig." Den Einspruch gegen das FIA-Urteil unterstützte er: "Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Rennen durch die Boxengasse ausgesehen und gewirkt hätte."

Toyota-Pilot Ralf Schumacher, dessen Unfall in Indianapolis die Affäre ins Rollen gebracht hatte, brennt unterdessen auf sein Comeback. Feierte er doch in Magny-Cours 2003 seinen bislang letzten Sieg. "Ich bin hundertprozentig fit und kann es nicht erwarten, wieder ins Cockpit zu steigen“, sagte Schumi II. Ein entscheidendes Geschenk zum 30. Geburtstag am Donnerstag blieb indes (noch) aus: die Starterlaubnis durch FIA-Arzt Gary Hartstein.

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