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Formel 1: Kaltenborn geht

— 22.06.2017

Sauber und Kaltenborn trennen sich

Pressemitteilung bestätigt: Teamchefin Monisha Kaltenborn und das Sauber-Team gehen offenbar getrennte Wege

Jetzt ist es offiziell. Kurz nach Mitternacht hat Sauber bestätigt, dass sich die Inhabergesellschaft Longbow Finance und Teamchefin Monisha Kaltenborn im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben. In der Pressemitteilung wird Chairman Pascal Picci zitiert: "Longbow Finance SA bedauert bekanntzugeben, dass Monisha Kaltenborn ihre Positionen bei der Sauber Gruppe mit sofortiger Wirkung beenden wird. Unterschiedliche Sichtweisen führten zu einer sofortigen Beendigung der Zusammenarbeit in beidseitigem Einvernehmen. Wir danken Monisha Kaltenborn für die vielen Jahre, in denen sie das Sauber F1 Team mit starker Führung und grossartiger Leidenschaft lenkte. Für die Zukunft wünschen wir Ihr das Allerbeste."

Damit hat die Formel 1 ihre erste und einzige Teamchefin verloren. 

Kriegt Pascal Wehrlein eine(n) neue(n) Teamchef-in?

Berichte (u.a. auf Autosport und Spiegel online), wonach der Trennung offenbar unterschiedliche Auffassungen über die Gleichberechtigung der beiden Fahrer Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein vorausgegangen waren, hat Longbow in einer ungewöhnlichen, zweiten Pressemitteilung dementiert: "Die Besitzer und der Verwaltungsrat der Sauber Motorsport AG weisen mit aller Vehemenz Spekulationen und breitgestreute Medienberichte von heute zurück, wonach unsere Fahrer nicht gleichwertig behandelt wurden beziehungsweise werden. Das ist nicht nur offensichtlich unwahr, sondern steht auch ganz im Gegensatz zur seit langer Zeit bestehenden, uneingeschränkten Verpflichtung des Teams zum fairen Wettbewerb. Diese Berichte, die anonymen „Quellen“ zugeschrieben werden, sind für Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein wie auch für das Management und die Belegschaft des Sauber F1 Teams äusserst nachteilig." Hintergrund: Longbow Finance, die  Investmentfirma, der Sauber gehört, vertritt die Interessen der schwedischen Tetra Pak-Gruppe. Deren Mitbesitzer Finn Rausing fördert schon seit langem die Karriere seines Landsmanns Marcus Ericsson.

Wer auf Kaltenborn folgen soll, ist noch nicht bekannt. Einige Insider spekulierten gestern noch, dass Ex-Force-India-Teamchef Colin Kolles ein Kandidat bei der Neubesetzung des Teamchef-Postens sein könnte. Heute scheint der Deutsch-Rumäne schon wieder raus zu sein aus dem Kreis der potentiellen Kandidaten. Kommissarisch dürfen Teammanager Beat Zehnder und Technikchef Jörg Zander die Leitung der Mannschaft in Baku übernehmen.

Kaltenborn wurde 2012 erste Teamchefin der Formel 1. Noch gestern auf der FIA Sports Conference in Genf betonte Sauber-Entwicklungsfahrerin Tatiana Calderon: „Frauen wie Monisha sind ein extrem wichtiges Signal, dass auch Mädchen eine Chance im Motorsport haben.“ Kaltenborn hatte das Team im vergangenen Jahr vor der Pleite gerettet und einen Verkauf an die Schweden eingeleitet. 

Die studierte Juristin kam 1998 über die Liechtensteiner Fritz-Kaiser-Gruppe, die damals am Team beteiligt war, zu Sauber und wechselte 2000 in die Rechtsabteilung des Teams, bevor sie ein Jahr später Teil der Geschäftsführung wurde. Auch unter der Führung von BMW behielt Kaltenborn ihren Posten, bevor sie 2010 Geschäftsführerin wurde. 2012 bekam sie neben dem Teamchef-Posten auch 33 Prozent der Anteile von Firmengründer Peter Sauber. 



Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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