Teamsterben Formel 1

Formel 1: Kauft Ecclestone Force India?

— 11.05.2017

Kehrt legendäre Brabham-Marke zurück?

Britische Medien berichten von einem Formel-1-Projekt von David Brabham. Mit US-Investoren soll er das Force-India-Team kaufen und ein Supercar entwickeln.

Gibt es in Kürze ein Comeback einer Traditionsmarke – und das vielleicht sogar mit Ex-F1-Boss Bernie Ecclestone? Das Brabham-Team nahm von 1962 bis 1992 an 394 Grand Prix teil, gewann davon 35 und holte vier Fahrer-Titel: 1966 mit Gründer Jack Brabham persönlich, 1967 mit Denny Hulme, 1981 und 1983 mit Nelson Piquet. Jetzt will Jack Brabhams Sohn David Brabham, der selbst 24 Formel-1-Rennen absolvierte, die Marke offenbar zurückbringen. Das berichtet Autocar.

Konkret sieht das Projekt so aus: Mit Investoren aus Amerika und vielleicht sogar Bernie Ecclestone soll Brabham das Force-India-Team kaufen. Ecclestone leitete Brabham schon von 1973 bis 1987. Bei Force India stecken die Hauptanteilseigner Subrata Roy und Vijay Mallya seit Jahren in Rechtsstreits. Kürzlich machte eine Verhörung von Mallya Schlagzeilen.

Das Business-Modell würde ähnlich wie McLaren funktionieren: Geplant ist also nicht nur ein Brabham-Formel-1-Team, sondern auch ein Brabham-Supersportwagen für die Straße.

Was plant David Brabham?

David Brabham äußert sich so zu den Gerüchten: „Brabham ist eine Marke mit einer 69-jährigen Historie und es ist unsere Absicht den Namen zurück auf die Strecke zu bringen.“ 2015 wollte er mit einem LMP2-Team in die Sportwagen-WM einsteigen, aber eine Foundraising-Aktion führte nicht zum Erfolg. Auch die Formel E und die Formel 1 fasste Brabham damals ins Auge. Er bestätigt auch, dass sich seither mehrere Investoren gemeldet hätten. „Aber derzeit kann ich dazu keinen Kommentar abgeben.“

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Eine Übernahme des Force-India-Teams würde durchaus Sinn machen: Der Rennstall arbeitet extrem kosteneffizient, liegt aber auf einem starken vierten Platz in der Konstrukteurswertung. Und die neuen Formel-1-Besitzer, die wie die Brabham-Investoren aus Amerika kommen, wollen spätestens ab 2020 die Kosten deutlich senken, das Budget am besten sogar deckeln und die Formel-1-Einnahmen fairer verteilen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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