Mercedes & Red Bull

Formel 1: Kein Mercedes-Motor für Red Bull

— 14.05.2014

Volle Konzentration aufs Werksteam

Auf der Suche nach einem stärkeren Aggregat wird es nicht zu einer Zusammenarbeit zwischen Red Bull und Mercedes kommen – zu groß ist die Konkurrenzsituation.

Dass der RB10 von Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo aerodynamisch ein schnelles Auto ist, daran haben die Experten im Fahrerlager der Formel 1 keine Zweifel. Der Bolide des Weltmeisterteams krankt jedoch am schwachen Renault-Motor. Fast 80 PS weniger als das Aggregat von Mercedes soll dieser haben. Und so schnell wird sich das auch nicht ändern, denn die Stuttgarter haben nicht vor, ausgerechnet dem großen Rivalen unter die Arme zu greifen und das Vettel-Team ebenso wie die übrigen Kunden McLaren, Force-India und Williams mit Motoren auszustatten.

Strategie für das Werksteam

Österreicher unter sich: Mercedes & Niki Lauda (li.) haben den besten Motor - Helmut Marko (re.) will diesen trotzdem nicht

Zu groß ist immer noch die Konkurrenzsituation zwischen dem Weltmeisterteam der letzten Jahre und seinem designierten Nachfolger - eine Kooperation in naher Zukunft schließt Mercedes zum aktuellen Zeitpunkt aus. „Unser primäres Ziel ist es, das Werksteam zu stärken und damit die WM zu gewinnen“, erklärt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff den Kollegen der Sport Bild. Der Österreicher fügt hinzu: „Diese Strategie werden wir mit aller Konsequenz verfolgen.“ Zwar geht Mercedes so dem Giganten-Duell mit Red Bull aus dem Weg – behält ob der aktuellen technischen Überlegenheit aber wohl auf längere Sicht die neugewonnene Vormachtstellung in der Formel 1. Bei Red Bull ist man über diese Nachricht ebenso wenig traurig wie überrascht von ihr.

Marko will Mercedes-Motor nicht

Gemeinsame Sache mit Mercedes? Das stand in Milton Keynes sowieso nie zur Debatte, wie Sportchef Helmut Marko verrät: „Wir wollen deren Motor gar nicht, auch wenn er der beste ist!“ Für die Königsklasse, in der es immer um das Optimum geht, eine äußerst seltene wie ungewöhnliche Aussage. Doch Marko klärt auf: „Woher sollen wir wissen, dass sie uns auch gleichwertiges Material geben?“ Heißt im Klartext: Red Bull fürchtet, als Kunde von Mercedes nicht die gleiche Behandlung zu erhalten wie die Werkstruppe der Silberpfeile. Die Schlussfolgerung: Der potenzielle gewonnene Motorenvorteil wäre damit ohnehin wertlos und Red Bull immer einen Schritt hinter dem deutschen Lieferanten.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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