Jules Bianchis Zustand ist neun Monate nach dem Unfall unverändert

Formel 1: Keine Fortschritte bei Bianchi

— 13.07.2015

Hoffnung des Vaters schwindet

Jules Bianchi macht neun Monate nach seinem Formel-1-Unfall keine Fortschritte. Bei seinem verzweifelten Vater Philippe schwindet daher die Hoffnung.

Gut neun Monate nach seinem schweren Unfall beim Grand Prix von Japan in Suzuka hat sich der Zustand von Formel-1-Pilot Jules Bianchi nach Angaben seines Vaters immer noch nicht gebessert, weshalb bei seiner Familie langsam aber sicher die Hoffnung auf eine positive Wendung schwindet. "Die Zeit vergeht, und jetzt bin ich weniger optimistisch als noch zwei oder drei Monate nach dem Unfall, als wir noch auf einen besseren Verlauf hoffen konnten", sagt Bianchis Vater Philippe im Interview mit dem franzsischen Radiosender 'France Info'.

Tgliche Folter fr die Familie

Jules Bianchis liegt nach wie vor im Krankenhaus

Jules Bianchi liegt weiterhin im Koma in einer Klinik in Nizza, wo ihn seine Familie tglich besucht. Doch nach neun Monaten scheint Vater Philippe fast am Ende seiner Kraft angekommen zu sein. "Es ist unertrglich, eine tgliche Folter. Wir haben manchmal das Gefhl, verrckt zu werden. Fr mich ist es schlimmer, als wenn er gestorben wre", so die dramatischen Worte des Vaters. Die Familie msse sich an den Gedanken gewhnen, dass Jules vielleicht nie wieder aufwache.

"Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich bewusst machen muss, wie ernst die Situation ist", sagt Philippe Bianchi. Und selbst wenn Jules Bianchi eines Tages wieder das Bewusstsein erlangen sollte, graut dem Vater davor, welches Leben seinen Sohn dann erwartet. "Mit schweren Behinderungen zu leben wre bestimmt nicht das, was Jules wollen wrde", so Philippe Bianchi.

Angst vor Schumachers Schicksal

Im vergangenen Oktober war der Franzose verunglckt

"Wir haben darber gesprochen. Er sagte uns, dass er es nur schwer akzeptieren knnte, wenn er einen hnlichen Unfall wie Michael Schumacher htte und danach nicht mehr fahren knnte - denn das war sein Leben." Jules Bianchi war Anfang Oktober 2014 beim Rennen in Japan auf regennasser Strecke von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem Marussia gegen ein Bergungsfahrzeug geprallt. Dabei hatte sich der Franzose schwerste Kopfverletzungen zugezogen.

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