Formel 1

Formel 1: Keine Sauber-Übernahme

— 22.04.2016

Was plant Alfa Romeo?

Konzernchef Sergio Marchionne gibt Sauber einen Korb, betont aber weiterhin Alfa Romeos Comeback-Pläne. Steigt die Traditionsmarke in die IndyCar ein?

Auf der einen Seite kämpft das Sauber-Team um das finanzielle Überleben, auf der anderen Seite strebt Alfa Romeo das Comeback in der Formel 1 an. Eine Übernahme von Sauber durch die Marke, die 1950 das erste Weltmeister-Fahrzeug stellte, erscheint da nur logisch. Doch da wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Solche Pläne hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Nun erteilt auch Konzernchef Sergio Marchionne den Gerüchten eine klare Absage, betont gleichzeitig aber die Ernsthaftigkeit der Comeback-Pläne.

Sergio Marchionne zuletzt im Fahrerlager von China

Am liebsten würde Marchionne ein eigenständiges Team auf die Beine stellen, im engen Austausch mit Ferrari. So wie das 2016 schon Haas erfolgreich vorgemacht hat. Allein: Die finanziellen Hürden sind noch zu überwinden. Geldgeber müssen erst gesammelt werden, der Konzern alleine soll die Kosten nicht stemmen.

Marchionne will Alfa Romeo wieder zurück auf Erfolgskurs bringen. 2014 wurden gerade Mal 68.000 Fahrzeuge verkauft. Marchionnes Ziel: Bis 2018 soll Alfa Romeo 400.000 Autos an die Kunden bringen. Um das zu erreichen nimmt er viel Geld in die Hand: Fünf Milliarden Euro. Die werden unter anderem in acht neue Modelle investiert.

Die IndyCars würden sich über neue Hersteller freuen

Aber womöglich auch in den Rennsport. Allein: Die Formel 1 ist zu teuer. Alternativen drängen sich auf: In der IndyCar würde man den beliebten US-Mark erreichen. Gerüchte über einen Einstieg ins amerikanische F1-Pendant gibt es immer wieder. Serienchef Mark Miles sucht händeringend nach einem dritten Hersteller neben Honda und Chevrolet. Zu AUTO BILD MOTORSPORT sagt er: „Das hat für mich hohe Priorität. Das 100. Indy 500 hilft uns dabei, Gespräche zu starten. Es ist schwer, aber ich hoffe, wir haben 2018 einen dritten Hersteller.“

Auch mit dem GT-Sport wurde Alfa Romeo schon in Verbindung gebracht. Allein: 2010 lief der letzte Serien-GT der Italiener über das Band. Nur wenn eines der acht neuen Modelle ein Gran-Tourismo wird, ist ein GT-Einstieg realistisch. Serien wie die DTM oder die Tourenwagen-Weltmeisterschaft waren in der Vergangenheit ebenfalls schon Spielwiesen für Alfa Romeo. Aus Kostengründen sind alle diese Optionen wohl realistischer als die Formel 1.
Marchionne träumt von Alfa: Red Bull lehnte Alfa Romeo ab

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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