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Formel 1: Kolumne aus dem Fahrerlager

— 13.05.2016

Hamilton-Benachteiligung ist Blödsinn

In seiner neuen Kolumne nimmt unser Formel-1-Reporter Ralf Bach Sie mit ins Fahrerlager: Das erlebte er am Freitag beim Spanien GP in Barcelona.

Der Gang durch das Fahrerlager ist manchmal eine Folter. Dann, wenn sich von rechts und links und manchmal auch aus den zweistöckigen Motorhomes von oben Stimmen zum Chor der Blöden vereinigen. Der Hit, den der Chor in Barcelona am liebsten sang: "Hamilton wird von Mercedes manipuliert!"

DAS IST ABSOLUTER BLÖDSINN! Warum? Hier die Gründe in Form von Fragen und Antworten:

War die Rochade der Hamilton- und Rosberg-Mechaniker vor der Saison eine einmalige Sache?

Lewis Hamilton will beim Spanien GP zurückschlagen

Nein, diese Maßnahme war nicht außergewöhnlich. Schon seit Jahren wechselt Mercedes Mitarbeiter zwischen den Fahrzeugcrews hin und her. Das fiel nur nicht so auf. Es gibt niemanden im Rennteam, der nur für Rosberg oder nur für Hamilton arbeitet, sondern nur für Mercedes. Mit Ausnahme der Physiotherapeuten und persönlichen Pressebetreuern. Letzteren gibt es nur bei Nico Rosberg. Hamilton verzichtet auf eine eigene Pressebetreuung. Das ist ein Vertrauensbeweis - und zwar von beiden Seiten.

Haben die Mechaniker etwas mit den zwei Motorproblemen von Hamilton in China und Sotschi zu tun, die dem Briten jeweils wertvolle Startplätze kosteten?

Nein, weder ein falsch eingebautes Teil noch ein falsch angebrachtes Kabel sorgten für die Defekte. Damit das Problem nicht mehr auftritt, bekam Hamilton in Barcelona sogar eine neu designte MGU-H-Turbo-Einheit. Weil die Zeit zwischen Russland und Spanien so kurz war, fehlte die Zeit Rosberg ebenfalls mit der hinsichtlich der Zuverlässigkeit verbesserten Variante auszustatten.
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Haben die Mechaniker etwas mit den schlechteren Starts Hamiltons zu tun?

Nein. Durch eine neue Regel darf die Kupplung nicht mehr voreingestellt werden, zudem ist nur noch ein Kupplungshebel erlaubt. Der Fahrer muss wieder selbst für den richtigen Anfahrtsschlupf auf den Hinterrädern sorgen. Im Vorjahr wäre es deshalb einfacher für ein Team gewesen, Einfluss auf die Starts zu nehmen als in dieser Saison.

Hätte Mercedes was überhaupt etwas davon, Hamilton zu benachteiligen?

Für Mercedes ist Hamilton ein wichtiger Werbeträger

Ganz im Gegenteil! Weltweit ist Lewis Hamilton ein extrem wichtiger Werbeträger für Mercedes. Dem besten Autoverkäufer des Konzerns gibt man eher Prämien als ihm zu schaden. Deshalb werden sogar seine scheinbaren Eskapaden bei Partys in der Öffentlichkeit nicht nur toleriert, sondern teilweise sogar gern gesehen. Weil sie dem Konzern dadurch ein neues Publikum bringen, das sich durch das Interesse an Hamilton auch für seinen Arbeitgeber öffnet und diesem wohlwollend gegenübersteht.

Schaden die Partys Hamilton Form?

Nein, Partybilder mit Tequila, Wasserpfeifen und tanzenden Girls postet er schon seit drei Jahren. Mit dem gleichen Lebensstil gewann er aber zweimal hintereinander den WM-Titel.
Hamilton unter Druck: Weltmeister droht Strafe

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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