Die besten Bilder aus Silverstone

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Formel 1: Kolumne aus Silverstone

— 08.07.2016

John Lennon lebt!

In seiner neuen Kolumne nimmt unser Formel-1-Reporter Ralf Bach Sie mit ins Fahrerlager: Das erlebte er am Freitag beim Großbritannien GP in Silverstone.

Krieg der Sterne, Tag 2 in Silverstone: diesmal aber ohne Kultregisseur George Lucas, der die Zukunftssaga erfunden hat. Im Mittelpunkt diesmal ein anderer Kultstar: Niki Lauda.

Der Österreicher hat es mal wieder in die Fahrerlager-Headlines geschafft. Der österreichische Fernsehsender Servus TV hätte seine Zitate falsch wiedergegeben, behauptete er noch einmal. Dabei hatte sein Arbeitgeber Mercedes ihn in einer merkwürdigen Pressemitteilung längst dementieren lassen, was er in einer Sendung vom Freitag am Red Bull Ring live in die Kameras gesagt hatte.

Wer versteckt sich hier: Niki Lauda oder John Lennon?

Nämlich dass Hamilton Teile seines Fahrerraums in Baku zerstört habe und dass der Brite gelogen hat, als er seine neue Freundschaft zu Teamkollege Nico Rosberg verkündete. Glaubt man Lauda und Mercedes jetzt, hat Lauda das SO nie gesagt.

Hat er aber, das kann man heute noch bei Servus TV im Internet anschauen. Eher waren die Amerikaner 1969 nicht auf dem Mond! Und überhaupt: John Lennon lebt. Er heißt jetzt Justin Bieber und zieht mit Lewis Hamilton um die Ecken!

Ich finde es einfach nur schade, dass eine Legende wie Lauda sich entweder selbst zum Deppen macht oder jemand anders ihn mit dem Ring durch die Nase wie einen Esel durch das Fahrerlager schleift...

Es gibt auch Angenehmes zu berichten. Kleine Geschichten voller Herzenswärme zum Beispiel. Ich habe ein längeres Gespräch mit der Mutter von Daniel Ricciardo geführt, von der er übrigens sein Dauerlächeln hat. Seit zwölf Wochen lebt sie jetzt zusammen mit ihrem Mann in einem kleinen Studio in Monte Carlo - nur um in der Nähe ihres Sohnes Daniel zu sein. Erst nach dem GP von Deutschland fliegt das Ehepaar zurück in ihre Heimatstadt Perth. Einmal Mutter, immer Mutter! Oder, anders gesagt: Einmal Kind, immer Kind!

Dauer-Grinser Dani Ricciardo mit seiner stolzen Mama

Ricciardo braucht die Nestwärme im Moment. Sein Teamkollege Max Verstappen beendete drei von fünf Rennen vor ihm. Wer jetzt aber glaubt, der Australier hätte seinen Speed verloren, der irrt. Im Qualifying-Duell steht es 5:0. Und hätte Red Bull Ricciardo nicht den Sieg in Monaco gekostet, stünde es nach WM-Punkten 59 zu 59 (derzeit 59 zu 52 für Verstappen).

Als Kimi Räikkönen mir über den Weg lief, gratulierte ich ihm zu einem weiteren Jahr bei Ferrari und demenstprechend weiteren 15 Millionen Euro im Jahr. "Was ein Wunder", nuschelte er grinsend in sich hinein. Die Wahrheit über den Deal beschreibt wahrscheinlich eine Aussage von Red-Bull-Chefberater Helmut Marko am treffendsten: "Das zeigt doch, wer das Team führt", grinste er süffisant. Was der Doktor meint: Vettel, der gerade über eine Vertragsverlängerung mit der Scuderia über das Jahr 2017 hinaus verhandelt, hätte zur Bedingung gemacht, dass sein finnischer Kumpel auf jeden Fall noch ein Jahr sein Teamkollege bleiben muss.

Schlecht übrigens für Nico Rosberg: Der Deutschte hat jetzt ein Ass weniger in seinem Ärmel beim Poker mit Mercedes...

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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