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Formel 1: Kolumne - Ralfs Momente

— 24.03.2016

Meuterei auf der Ecclestone

In seiner Kolumne blickt F1-Reporter Ralf Bach auf die Hintergründe der Fahrer-Revolte. So erlebte er nach dem Australien GP die Meuterei auf der Ecclestone.

Die F1 steuert auch politisch in eine spannende Saison

"Über den Wolken muss die Freiheit grenzenlos sein!" Ich weiß nicht, ob Sebastian Vettel den Song von Reinhard Mey kennt, aber fest steht: Auf dem Rückflug von Melbourne wurde die Entscheidung zementiert, endgültig "die Meuterei auf der (Ecclestone) Bounty" durchzuziehen.

Viele Fahrer waren auf dem Emirates-Flug nach Dubai an Bord, genau wie Entscheidungsträger wie Mercedes-Motorsport-Chef Toto Wolff und Sebastian Vettels Ex-Chef Helmut Marko. "Christian Fletcher" Vettel suchte dort das Gespräch mit seinem ehemaligen Mentor, der immer noch eine große Respektsperson für ihn ist.
Der offene Brief im Wortlaut: Fahrer proben den Aufstand

Schicken Vettel & Co. Ecclestone in den Ruhestand?

Über 30 Minuten diskutierten sie über Ecclestone und die Formel-1-Welt, über das Chaos in der Königsklasse.

Danach stand für Vettel fest: Obwohl das Mutterschiff Formel 1 Titanic-gleich auf einen Eisberg zusteuert, halten Kapitän Ecclestone und seine Helfer, auf ihrem Sonnendeck sitzend, eisern an ihrem Kurs fest. Die Meuterei der Fahrer ist das Einzige, was den Aufprall der "F1-Titanic" auf den Eisberg noch verhindern kann.
Qualifying disqualifiziert: Alle Formate in der Übersicht

Das Tröpfchen, dass das Fass zum Überlaufen brachte: In ihrer Hilflosigkeit nach dem Fiasko des Qualifyings in Melbourne, so erfuhr ich, wollen Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt jetzt mit Gewalt die in Melbourne gescheiterte 'Reise nach Jerusalem' durchboxen. Sie verschickten deshalb Mails an alle Teams mit folgender Frage: "Wollt Ihr, dass wir Q3 ändern oder nicht?" Die Teams können bis heute 12 Uhr nur mit Ja und Nein antworten. Soll heißen: Die 'Reise nach Jerusalem' wird in Q1 und Q2 auf jeden Fall bleiben, nur bei Q3 besteht die Möglichkeit, zum 'alten' System zurückzugehen. Chaos bei der Abstimmung ist programmiert.

Pressestimmen Australien GP

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Ungemütliche Zeiten: Ecclestone mit FIA-Boss Todt

Ein weiterer Beweis dafür, dass es nur um Eitelkeit der Machtinhaber geht. Denn die fühlten sich schon am Sonntagmorgen in Melbourne übergangen, als die Teams selbstständig die Rückkehr zum alten System von 2015 beschlossen, ohne die Kapitäne auf dem Sonnendeck zu fragen. Das war eigentlich die Initialzündung der dringend benötigten Meuterei. Die Teams werden entweder mit Nein stimmen oder sich der Stimme enthalten. Das Chaos bleibt, weil Ecclestone und Todt willkürlich ihr gescheitertes System durchboxen wollen.
Reise nach Jerusalem floppt: Schon in Bahrain wieder altes Quali

Teams wie Red Bull stehen voll und ganz hinter der Fahrerrevolte und, so vermute ich, Mercedes auch. Denn, so wurde mir gesagt: Die Formulierung im Fahrerbrief "Wir drängen darauf und bitten die Inhaber und alle Verantwortlichen der Formel 1, ihre Führungsstruktur zu überdenken" entspricht mehr oder weniger deckungsgleich dem Wortlaut, den auch Mercedes immer wieder bei Gesprächen oder beim Briefverkehr mit dem F1-Rechteinhaber CVC verwendet.

Die Formel-1-Teamchefs, hier Mercedes' Wolff und Red Bulls Horner, stehen hinter ihren Fahrern

Endlich: Für mich haben Sebastian Vettel und Co. jetzt bewiesen, dass sie mehr sind als Multimillionäre, die nur verdammt schnell im Kreis herumfahren können und ansonsten nur die 'nach mir die Sintflut'-Mentalität leben. "Christian Fletcher" Vettel: Ich ziehe den Hut vor Dir, den ich nicht habe, und will zur Unterstützung nur einen meiner Helden zitieren: "You say you want a revolution, well you know, we all want to change the world...!" Meine Unterstützung jedenfalls habt Ihr! Weg mit den Diktatoren auf dieser Welt, wo auch immer sie sitzen!
Neues Qualifying unter Beschuss: Kritik von Lauda, Wolff & Co.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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