Die besten Bilder aus Sepang

Die besten Bilder aus Sepang Die besten Bilder aus Sepang Die besten Bilder aus Sepang

Formel 1: Kolumne über Max Verstappen

— 01.10.2016

Von Schwächeanfall keine Spur

In Malaysia gab es Gerüchte über einen Schwächeanfall Max Verstappens. In seiner Kolumne ist Reporter Ralf Bach der Sache auf den Grund gegangen.

Im Qualifying war er auf Rang drei der erste Mercedes-Verfolger. Doch schon vorher ging es heiß her wegen Red-Bull-Youngster Max Verstappen (seit gestern 19). Eine holländische Zeitung hat vor dem Zeittraining eine große Story über einen angeblichen Schwächeanfalls ihres jugendlichen Helden veröffentlicht. Prompt wurde die Info meist ungeprüft übernommen und machte sogar vor Fernsehkommentatoren nicht halt.
So lief das Qualifying im Malaysia: Hamilton holt die Pole

Liest oder hört man von einem Schwächeanfall, denkt man an ernsthafte gesundheitliche Probleme. Davon spürte man aber gar nichts beim jungen Holländer. Am Freitag telefonierte er nach seinem angeblichen Schwächeanfall stolz mit Red-Bull-Chef Dietrich Matezitsch, der ihm persönlich zu seinem Geburtstag gratulieren wollte.

Wie ging es Max Verstappen am Samstag in Sepang?

Mateschitz rief seinen Vertreter vor Ort, Helmut Marko an, der das Handy sofort weiterreichte. Vorher war er - ebenfalls nach seinem Schwächeanfall - die schnellsten Long-Run-Zeiten gefahren. Am Samstag tigerte Verstappen schon früh am Morgen quietschfidel durch die Hotelhalle im Sama-Sama und später extrem schnell um den Kurs. Er war mit der drittbesten Zeit im Qualifying bester Nicht-Mercedes-Pilot.

Was also wirklich passiert war: Verstappen stieg beim freien Training gestern einmal zu schnell aus dem Auto aus. "Dann wurde ihm kurz etwas schwindlig und er musste sich auf einen Stuhl setzen. Nach zwei Minuten fühlte er sich wieder normal und alles war gut. Von Schwächeanfall kann wirklich nicht die Rede sein", erklärte mir Helmut Marko den Vorfall.

P3 war für einen Schwächeanfall ganz schon schnell...

Am Geburtstagskuchen, den er am Freitagmorgen von seinem Team bekam, kann es also auch nicht gelegen haben. Den hat er noch nicht mal gekostet. Dafür wurden Witze gemacht. "Seid froh“, sagte einer zu Teamchef Christian Horner, "dass ihr nicht Fangio als Fahrer hattet. Da hätten 19 Kerzen nicht gereicht." Auch ein ehemaliger Weltmeister wurde zitiert, der das Alter einer Frau mal über eine Geburtstagstorte definierte. "Wenn die Kerzen teurer sind als der Kuchen wird es kritisch!"

Kein Wunder also, dass Verstappen für das Rennen morgen extrem guter Dinge ist. "Die Long Runs am Freitag waren in der Tat sehr vielversprechend. Und ich mache mir auch keine Sorgen wegen des Starts, den ich in den letzten Rennen, besonders in Singapur, nie gut hinbekam. Das Team hat daran gearbeitet."

Hintergrund: In Singapur wollte Red Bull nach dem Qualifying eine Kupplungseinstellung ändern, doch die FIA hatte das verboten. In Malaysia aber sollte das Problem gelöst sein. Mit nur 0,6 Sekunden Rückstand auf Pole-Setter Lewis Hamilton und starken Zeiten im Freitagstraining rechnet sich Red Bull echte Siegchancen aus.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.