Schumacher-Banner in Bahrain

Formel 1: Kolumne von Bianca Garloff

— 04.04.2014

Lasst Schumi ausschlafen

Die AUTO BILD MOTORSPORT Reporterin berichtet in ihrer Kolumne vom Geschehen im Fahrerlager: In Bahrain dreht sich alles um Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Er ist allgegenwärtig in der Formel 1. Auch im Fahrerlager hier in Bahrain. Zehn Jahre gibt es nun schon das Rennen im Wüstenstaat. Michael Schumacher hat die Premiere 2004 gewonnen. Anfang des Jahres hat das Königreich eine Kurve des Bahrain International Circuit nach dem Rekordweltmeister benannt. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei Dir, Michael!“, steht jetzt in großen Lettern auf der Tribüne. Auf dem Silberpfeil steht immer noch der Hashtag „KeepFightingMichael“. Und Ferrari hat am vergangenen Wochenende in Malaysia die 72. Grußbotschaft an die Familie geschickt – so viele Siege holte Schumi einst für die Scuderia.

Michael Schumacher wird nicht vergessen. So weit, so gut. Die ganzen Spekulationen über seinen Gesundheitszustand allerdings schießen übers Ziel hinaus. Lasst Schumi doch endlich in Ruhe ausschlafen! Kimi Räikkönen hat es im Interview mit meinem Kollegen und mir ganz richtig gesagt. „Es ist traurig, was Michael passiert ist. An Gerüchten will ich mich aber nicht beteiligen.“

Reporterin Bianca Garloff berichtet von den Rennstrecken dieser Welt

Trotzdem werden gerade wir deutschen Journalisten hier im Paddock immer wieder nach dem Gesundheitszustand von Michael Schumacher gefragt. Aber auch wir haben keine Antwort auf all die Gerüchte. Die Engländer spekulierten zuletzt, er liege im Wachkoma und Corinna Schumacher lasse die Villa am Genfer See bereits behindertengerecht umbauen. Jetzt erfahren wir, dass es dem Kerpener doch besser gehe als gedacht. Seine Managerin Sabine Kehm schickte heute erneut ein Statement in die Welt. Zitat: „Michael macht Fortschritte auf seinem Weg. Er zeigt Momente des Bewusstseins und des Erwachens. Wir stehen ihm bei seinem langen und schweren Kampf zur Seite, gemeinsam mit dem Team des Krankenhauses in Grenoble, und wir bleiben zuversichtlich.“

Eine neue Erkenntnis? Nicht wirklich! Schon vor drei Wochen sprach sie von „Anzeichen, die Mut machen.“ Aber Kehm muss antworten, weil wir Journalisten in unserem Drang nach der Wahrheit manchmal zu weit gehen. Gleichzeitig bittet sie um Verständnis, dass sie keine Details preisgeben kann. Fakt ist und bleibt also, dass wir gar nichts wissen. Nicht, wie es ihm derzeit geht. Und nicht, wie es ihm in Zukunft gehen wird. Das wissen ausschließlich Schumachers Ärzte und der engste Familienkreis. Und das ist auch gut so. Natürlich gieren die Fans nach Informationen. Aber Spekulationen bringen niemanden weiter. Lassen wir Schumacher also einfach in Ruhe und warten solange, wie es eben dauert!

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Getty Images / BG

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