Formel 1

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Formel 1: Kolumne zu Lewis Hamilton

— 13.07.2017

Beleidigt wegen Wolffs Besuch bei Vettel?

Ralf Bach berichtet aus Silverstone: Hinter den Kulissen brodelt es. Denn Lewis Hamiltons Fehlen beim F1-Showevent soll einen pikanten Grund haben.

Würde man Sebastian Vettel (30) nicht besser kennen, könnte man ihn für einen Psychostrategen halten, der seinem ärgsten Konkurrenten ausgerechnet bei dessen Heim-GP einen K.O. versetzt hat. Grund: Lewis Hamilton musste einen riesigen Shitstorm von den eigenen Landsleuten über sich ergehen lassen. Denn als einziger Pilot ist er nicht beim Mega-Showevent am Mittwoch in den Straßen von London erschienen. Als sein Name erwähnt wurde, pfiffen ihn seine einheimischen Landsleute zum Teil sogar aus - während ausgerechnet sein natürlicher Feind Vettel Applaus bekam.

Hat Hamilton etwa Ärger mit seinem Boss Toto Wolff?

Verkehrte Welt oder clever inszeniert? Denn die englische Presse, an vorderster Front die Daily Mail, akzeptierten Hamiltons Begründungen für seine Abwesenheit nicht. "Es ist eine sehr intensive Saison. Deswegen wollte ich mich bestmöglich auf dieses Wochenende vorbereiten", redete sich Hamilton heraus. "Ich lebe hier nicht. Das heißt, ich wäre sonst sowieso in Monaco gewesen. Mein ganzer Fokus liegt nur auf diesem Wochenende. Toto Wolff und die anderen bei Mercedes haben das sehr wohl verstanden."

Haben Sie das tatsächlich? Denn laut Daily Mail habe Hamilton aus einem ganz anderen Grund sein Heimevent in der Weltmetropole abgesagt. Der Brite habe demnach spitz gekriegt, dass Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff einen Tag vor der Baku-Anhörung von Sebastian Vettel in Paris einer der Gäste des Deutschen bei dessen Party zum 30. Geburtstag war. Hamilton soll so beleidigt deswegen gewesen sein, soll sich so verraten gefühlt haben, dass er London aus Rache dafür sausen ließ und sich sich lieber mit Model Winnie Harlow an einem Strand irgendwo in Griechenland vorbereitete.

Hat es bei Mercedes hinter den Kulissen geknallt?

Peinlich auch: Ein Leck ausgerechnet bei Mercedes sorgte dafür, dass Totos Besuch bei Vettels Feier auch den englischen Medienvertretern zu Ohren kam. Die dann logischerweise spekulierten: Wolff will Hamilton mit Vettel tauschen und das könne man eben am besten im privaten Rahmen in Vettels Haus besprechen. Was AUTO BILD MOTORSPORT sagen kann: Ja, Wolff war einer der Gäste von Vettels Party. Aber ob Vettel  bewusst den Mercedes-Motorsportchef  eingeladen hat oder einfach nur einen seiner Nachbarn - Wolffs Anwesen im Schweizer Kanton Thurgau liegt ganz in der Nähe von Vettels Zuhause - sei mal dahingestellt.

Fest steht: Wer Vettel kennt, weiß: Er hält sein Privatleben extrem verschlossen und seine Geburtstagsparty inklusive Gästeliste gehört für ihn ins Reich der absoluten Verschwiegenheit. Wer ihn nicht so gut kennt, könnte meinen: Vettel ist der größte Psychospieler seit J.R. Ewing.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance / Getty Images

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