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Formel 1: Kommentar zu Ferrari

— 08.10.2016

Vettel hat diese Kritik nicht verdient!

Ferrari-Teamchef Arrivabene hat in einer Talkrunde zum Rundumschlag ausgeholt. Und dabei auch nicht vor Sebastian Vettel Halt gemacht. Ein Kommentar.

Signore Arrivabene, das ist nicht die feine italienische Art...

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat seinen Starpiloten Sebastian Vettel im italienischen Fernsehen kritisiert. Arrivabene in einer Talkrunde: „Sebastian muss sich einfach auf das Auto konzentrieren. Er investiert so viel und manchmal bedeutet das, dass er bei allem mitreden will. Manchmal muss man ihm dann sagen, was seine Hauptaufgabe ist.“

Ferrari weiter sieglos: Alarmstufe rot bei der Scuderia?

Damit nicht genug: Zu einer Vertragsverlängerung mit Vettel über 2017 hinaus sagt der Italiener: „Er hat dieses Jahr Vertrag und nächstes Jahr. Während der kommenden Saison werden wir sehen. Jeder hat Ziele. Es ist also nur normal, dass sich jeder, egal wer es ist, seinen Platz und sein Gehalt verdienen muss.“

Ok, er muss ja nicht gleich eine Vertragsverlängerung verkünden, aber so? Mit solchen Aussagen bringt Arrivabene das Teamgefüge nur noch mehr ins Wanken. Denn: Vettel ist ein Typ, der - nett ausgedrückt - öffentliche Kritik nicht besonders schätzt. Für ihn gilt: Solche Themen bleiben intern. Nur dann kann er konstruktiv an sich und der Situation arbeiten.

Das Bild trügt: Es gibt nur einen Sebastian Vettel...

Heißt auch: Mit solchen Ansagen spaltet Arrivabene das Team. Und das in einer Situation, in der die Scuderia sowieso um den Anschluss an die Spitze kämpft.

Dazu kommt: Vettel hat diese Watschn nicht verdient. Wie Michael Schumacher früher versucht der Heppenheimer die Scuderia mit den richtigen Impulsen nach vorne zu bringen. Er ruht sich eben nicht darauf aus, dass er sich als Fahrer rein auf seinen Job hinterm Lenkrad konzentrieren könnte. Eine Herangehensweise, die große Champions auszeichnet.

Fakt ist vielmehr: Der Deutsche hätte selbst jedes Recht zum kritischen Rundumschlag gegen Ferrari.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene ist unzufrieden

Was ist denn übrig geblieben von dem Team, mit dem er einst die Schumi-Ära wiederbeleben wollte? Vettels erster Ferrari-Vertrauter, Stefano Domenicali, war weg, bevor der Heppenheimer überhaupt den Stift zur Unterschrift ansetzen konnte. Mit dem neuen Teamchef Marco Mattiacci verhandelte er seinen Vertrag, Andrea Stella war als sein Renningenieur vorgesehen. Aber: Noch bevor Vettel das erste Mal sein rotes T-Shirt überstreifte, waren auch diese beiden verschwunden. Teammanager Massimo Rivola sollte als ehemaliger Vettel-Intimus bei Toro Rosso sein Vertrauter werden. Abgesägt im Frühjahr 2015. James Allison war der Garant für ein Siegerauto. Auch er ist gegangen (worden).

Zugute halten muss man Arrivabene, dass seine Aussagen innerhalb eines langen Interviews getroffen wurden, in dem er Vettel auch lobte. Der Deutsche sei wichtig für Ferrari, so der Teamchef. Unnötig ist die Unruhe, die seine Worte ausgelöst haben, trotzdem. Arrivabene neigt dazu seine Piloten öffentlich an den Pranger zu stellen. Für die Fans mag das lustig sein. Das Team aber bringt er so nicht nach vorne.

Selbst, wenn die Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen wurden; Signore Arrivabene kennt das schnelle Geschäft in der Formel 1 und muss wissen, dass solche Schlagworte immer wieder aus Interviews herausgepickt werden. Deshalb darf er seine Fahrer nicht so bloßstellen.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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