Die besten Bilder aus Austin

Formel 1: Kommentar zum Ami-Spektakel

Gentlemen, start your engines!

Spektakel schon vor dem Start zum USA GP in Austin: Usain Bolt, Michael Buffer und Co. sorgen für große Show. Mehr davon, fordert Bianca Garloff.
Howdy! Welch ein Ami-Spektakel vorm Start zum Großen Preis der USA. Sprintstar Usain Bolt schwenkt die grüne Flagge, Box-Ringsprecher Michael Buffer singt "Gentlemen, start your engines" vom Podium aus ins Mikro, Ex-Präsident Bill Clinton hat während der extrem emotional gesungenen US-Nationalhymne die Hand am Herzen. Die Formel 1 hat es in den USA geschafft, Sport und Show verbinden. Und zwar gekonnt!

Auch Sprintstar Usain Bolt schaute in Austin vorbei

Allein der Einlauf der Fahrer ist ein Erlebnis für sich. Michael Buffer stellt jeden Piloten mit seiner unverwechselbaren Stimme einzeln vor. "Ricky Rock Daniel the honey badger Ricciardo" oder "Kevin K-Mag Magnussen" tänzeln entweder angefixt oder extrem cool in die Startaufstellung. Die beiden Weltmeister Sebastian Vettel und Lewis Hamilton stehen sich bei der Hymne gegenüber, müssen sich in die Augen schauen - zwischen den Stars der Szene steht der WM-Pokal. Das Duell vor dem Duell.
Die Formel 1 inszeniert sich selbst. Dazu passt eine Aussage vom neuen Formel-1-Boss Chase Carey. "Auf eine gewisse Art ist die Formel 1 der ultimative Spektakel-Sport. Sie hat die Stars, den Glamour, den Mythos, verbunden mit der Urgewalt von Motorkraft und Geschwindigkeit." Recht hat er. Und endlich demonstriert die Königsklasse das auch. Solche Aktionen zeigen, welch ungeheures Potential in der Formel 1 schlummert. Auch in Europa kann so eine Inszenierung funktionieren. Formel-1-Fans sind anders als Fußball-Fans, die jede Show ablehnen. Motorsport braucht diese Heldenverehrung, auch hierzulande. Ich wünsche mir also: Mehr davon!

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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