Die besten Bilder aus Silverstone

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Formel 1: Kommentar zur Ferrari-Krise

— 12.07.2016

Vettel muss ehrlich zu sich selbst sein

Sebastian Vettel und Ferrari in der Krise: Nach Platz neun in Silverstone motzt Vettel gegen jeden und alles - nur nicht gegen sich selbst. Ein Kommentar.

Dieses Gesicht kennen wir. Schon 2014 schaute Sebastian Vettel nicht selten so drein. Mürrisch, ratlos, sauer – auf sich und die anderen und die ganze Welt. Damals lief sein Red Bull nicht schnell genug – schlimmer noch: Teamkollege Daniel Ricciardo holte drei Siege, Vettel nicht einen.
Horror-Rennen für Vettel in England: Dreher & Strafpunkte

In diesem Jahr gewinnen weiter die Silberpfeile – und weiter auch Red Bull. Nur Vettel nicht. Weil sein Ferrari keinen Grip hat, sein Getriebe zu unzuverlässig ist und/oder sein Motor zu schwach ist auf der Brust. Suchen Sie es sich aus!

Ausfall in Österreich, P9 in England: Es läuft nicht...

Doch Vettel gesteht sich die Probleme nicht ein. Stattdessen pampt er die TV-Reporter nun schon zwei Rennen lang an, wenn die ihn mal wieder auf ein schlechtes Ergebnis ansprechen müssen. Der Höhepunkt der Schnodderigkeit: „Euch fehlt die Weitsicht! Ein Rennen, wo es mal nicht so läuft, und schon ist alles ganz schlecht!“, maulte er nach seinem neunten Platz in England.

Anschließend zog der Heppenheimer gegen Pirelli vom Leder: Deren Regenreifen seien allemal gut genug, um damit hinter dem Safetycar herzufahren.

Fahrer- und Teamnoten Silverstone

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Mag ja alles sein. Aber an den Problemen von Ferrari sind sie (zumindest nicht allein) Schuld. Ist ja verständlich, dass Vettels Lächeln keinen Schönheitspreis gewinnt, wenn er hinterherfährt – und zwischendurch lustlos von der Strecke kreiselt. Richtig sogar, dass er seine Enttäuschung zeigt. Davon lebt der Sport!

In Silverstone kreiselte Vettel zweimal von der Piste

Fakt ist aber: Die Scuderia ist weit davon entfernt ein ernstzunehmender Gegner für Mercedes zu sein. Allein: Der erste Weg zur Besserung ist bekanntlich die Einsicht. Vettel muss jetzt schnellstens den Grund für den Rückschritt bei Ferrari suchen statt bei den anderen. Analysieren, woran der Negativtrend der letzten beiden GP liegt. Sich hinterfragen, ob sein eigener Weitblick durch den Traum vom Erfolg in rot möglichweise getrübt ist. Und dazu muss er vor allem ehrlich zu sich selbst sein.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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