Die besten Bilder aus Bahrain

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Formel 1: Konfusion bei Ferrari

— 01.04.2016

Defekte Radnabe stoppt Vettel

Chaos-Auftakt ins Bahrain-Wochenende bei Ferrari: Vettel rollt mit einem Defekt am Rad aus, doch anschleißend gibt es Verwirrung um einen Funkspruch.

Dichtes Gedränge vor der Scuderia-Box, Chaos und widersprüchliche Meldungen: Für Ferrari und Sebastian Vettel endete Tag eins in Bahrain mit einer Schar an wartenden Reportern. Das war passiert: „Aus Kurve vier heraus gab es auf einmal Aussetzer, ich konnte nicht mehr weiter beschleunigen. Ich habe dann entschieden, das Auto abzustellen, um auf Nummer sicher zu gehen“, beschreibt Vettel wenig später selbst den Vorfall, der für ihn eine Viertelstunde vor Ende der zweiten Trainingssession den vorzeitigen Feierabend einläutete.
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Zaungast: Vettel schaut zu, die Kollegen fahren weiter

Kaum hatte der Ferrari-Star seinen Wagen geparkt, funkte er auch schon an den Kommandostand: „Hinten links war das Rad nicht fest!“ Doch wenig später dementiert Ferrari diese Einschätzung erst einmal – vorsichtshalber. Auch die Scuderia weiß: Sollten die Mechaniker an der Box ein Rad nicht festgezogen haben, könnte eine Unsafe-Release-Strafe folgen. Ein Ferrari-Ingenieur wirft daher vor laufenden Kameras ein: „Vielleicht war es auch etwas mit der Aufhängung oder dem Radträger. Wir müssen es erst anschauen.“ Große Verwirrung, keine klaren Aussagen – auch weil Ferraris zuständiger Mann für solche Fälle, Technikchef James Allison, nicht in Bahrain ist. Der tragische Hintergrund: Die Frau des Briten ist vor kurzem verstorben.

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Vettel selbst will beim Interview nicht mehr auf seine Vermutung am Funk eingehen. „Ich habe geschaut, ob alles passt und ich den Jungs dort vielleicht helfen kann, das Auto aufzuladen“, wiegelt er alle Nachfragen ab, weshalb er sein Hinterrad so genau untersuchte. Wenig später gibt es von offizieller Seite Entwarnung, Ferrari meldet: Ja, bei Vettels Auto war eine Radnabe kaputt – passiert ist das aber nicht bei der Montage sondern während der Fahrt. Eine mögliche Bestrafung ist damit hinfällig.

Als der Ferrari noch fuhr, fehlte einiges auf Mercedes

Trotzdem findet Vettel: „Es ist ein bisschen schade. Gerade der Longrun am Schluss war das Wichtigste heute und den konnten wir nicht fertig fahren. Jetzt fehlen uns heute natürlich die Runden.“ Vor allem weil Konkurrent Mercedes sich einmal mehr bärenstark präsentiert. Anderthalb Sekunden Rückstand hatten Vettel als Sechster und Teamkollege Kimi Räikkönen eine Position vor ihm auf die Silberpfeile an der Spitze. Vom ersten Training am Nachmittag und Platz elf für den deutschen Vierfach-Champion ganz zu schweigen.
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Seinen Mut verliert Vettel deshalb aber nicht. „Es war heute alles in allem schon ganz in Ordnung. Die Strecke war besser als erwartet, nur hatte ich auf meiner schnellsten Runde einen Patzer. Das Ergebnis zeigt also vielleicht noch nicht ganz, was drinsteckt im Auto.“ Im Cockpit jedenfalls steckte bei Vettel am Freitag Wasser drin – obwohl es in der Wüste von Bahrain natürlich staubtrocken war. „Ein Leck in der Trinkflasche“, versichert Vettel und legt lachend nach: „Von mir kam es jedenfalls nicht...“ Seinen Humor hat der Ferrari-Star trotz des Pannen-Auftakts in Sakhir nicht verloren.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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