Formel-1-Konkurrenz

Formel-1-Konkurrenz

— 27.10.2004

Vier gegen Ecclestone

Jetzt machen BMW, DaimlerChrysler, Ferrari und Renault ernst: Die Planungen für eine eigene Königsklasse ab 2008 haben begonnen.

Mit einer eigenen Premium-Serie wollen BMW, DaimlerChrysler, Ferrari und Renault ab 2008 in Konkurrenz zur Formel-1-Weltmeisterschaft gehen. Die in der Grand Prix World Championship (GPWC) vereinten Unternehmen erteilten der International Sports and Entertainment AG (iSe) jetzt den Auftrag, die Basis für eine Rennserie aufzubauen.

Die Pläne einer Konkurrenzserie zur Formel 1 mit ihrem allmächtigen Herrscher Bernie Ecclestone sind nicht neu – so weit wie jetzt waren sie aber noch nie gediehen. Ende 2007 läuft das sogenannte Concorde Agreement aus, in dem sich die in der Formel 1 engagierten Teams bisher zu gemeinsamen Grundlinien bekannt haben.

Die Konkurrenz-WM soll das "Nonplusultra des weltweiten Motorsports" werden und "nicht später" als 2008 starten. Sie soll laut GPWC "die Stärken der Formel 1 bewahren und ihre Schwächen beseitigen". Die Richtung ist klar und ziemlich konträr zu den jüngst beschlossenen Regeländerungen in der Königsklasse. "Wir wollen eine Rennserie schaffen, die die Erwartungen der Fans, Teilnehmer und Geschäftspartner noch übertrifft", bekräftigt George Taylor, Präsident und Vorstandsvorsitzender von iSe, die Pläne.

Möglicherweise ist das Vorhaben der GPWC aber auch nur eine Drohung an den großen Rennsport-Zampano: Die GPWC fordert von Ecclestone einen höheren Anteil an den Vermarktungs-Einnahmen als bisher – lediglich 47 Prozent der TV-Gelder gehen an die Teams, an den Einnahmen aus dem Merchandising werden sie nicht beteiligt – sowie ein ihrer Meinung nach demokratischeres Management.

"Wir haben mit dem derzeitigen Management und der Führung der Formel 1 viel Geduld gehabt", erklärte der GPWC-Vorsitzende Jürgen Hubbert. "Doch die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, daß der Sport eine Struktur braucht, die ihm eine stabile und blühende Zukunft garantiert." Damit spielte er wohl auf den Ausstieg von Ford und die unsichere finanzielle Situation bei den kleinen Teams an.

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