Formel 1

Formel 1 testet HALO-Konzept

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Formel 1: Kopfschutz ausgebremst?

— 10.02.2017

Fahrer wollen hässlichen Kopfschutz nicht

Die FIA will 2018 einen Kopfschutz für die Formel-1-Fahrer einführen. Doch der Bügel kommt nicht überall gut an – auch nicht bei den Piloten selbst.

Die Formel 1 ist so sicher wie nie. Doch ein großes Problem gibt es noch: Der aus dem Fahrzeug herausragende Kopf des Fahrers ist ungeschützt. Jedes fliegende Teil kann zum fatalen Projektil werden – wie beim tödlichen Unfall von Justin Wilson 2015 in der IndyCar.

Der Automobilweltverband FIA arbeitet daher an einem Kopfschutz. Es handelt sich um einen Titanring um den Kopf des Fahrers, mit einer Strebe vorn zur Befestigung. Optisch gewöhnungsbedürftig ist die konservativste Beschreibung des für 2018 geplanten Fahrerschutzes. Lewis Hamilton wird deutlicher: „Es ist die hässlichste Modeerscheinung der Formel-1-Geschichte!“

Halo ist auch beim Aus- und Einsteigen kein Problem...

Die FIA hat jeden Unfall der vergangenen Jahre genau studiert und festgestellt: Es sorgt für 17% erhöhten Schutz für den Kopf der Piloten. Selbst bei Fernando Alonsos brutalem Crash in Australien, als sein McLaren-Honda kopfüber an einer Streckenbande angelehnt war, hätte Halo keine negativen Auswirkungen gehabt – laut FIA. 2016 wurde das Halo-System von allen Fahrern in verschiedenen Trainings getestet. Die Sicht war durchaus gut, aber Sergio Pérez zum Beispiel klagt, dass das Aussteigen aus dem Fahrzeug bis zu fünf Sekunden länger dauere als ohne Halo. Die Tests der FIA sind inzwischen abgeschlossen. Eine Befragung der Fahrer aber ergab: Mindestens sieben sind gegen die Einführung des Kopfschutzes! In einem Statement der FIA heißt  es: „Man kann sagen, dass die Meinung 50:50 getrennt ist.“

Damit steht die Einführung des Halo-Systems auf der Kippe. Red Bull würde am liebsten eine Cockpit-Kanzel bringen und hat bereits ein eigenes System getestet.

Formel 1 testet HALO-Kopfschutzkonzept

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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images

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