Die besten Bilder aus Sepang

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Formel 1: Kräfteverhältnis in Sepang

— 30.09.2016

Marko: „Hinter Mercedes, vor Ferrari“

Der F1 steht in Malaysia eine Hitzeschlacht bevor: Dass Red Bull dabei wie am Freitag hinter Ferrari landet, glaubt Helmut Marko nicht. Reifen entscheidend.

In Singapur vor zwei Wochen fehlten Daniel Ricciardo gerade einmal vier Zehntel zum Rennsieg – in Malaysia am Freitag kamen beide Red-Bull-Piloten nicht mal bis auf eine Sekunde pro Runde an die Silberpfeile ran. Die Plätze sechs und acht standen nach zweimal anderthalb Stunden Training für Ricciardo zu Buche, Max Verstappen landete auf den Rängen fünf und sieben.
So lief der Trainingsauftakt in Sepang: Magnussens Renault brennt ab

Ferrari, Gegner der Bullen im Kampf um Platz zwei in der Team-WM, fuhr in beiden Sessions auf die Positionen drei und vier. Alarmstufe rot also bei Red Bull?

Schweißtreibende Angelegenheit: Ricciardo im Cockpit

„Nein, denn wir waren auf den harten und mittleren Reifen absolut vor Ferrari“, gibt Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko umgehend Entwarnung. „Nur auf den weichen Reifen sind wir noch nicht mit der Balance zurechtgekommen. Normal gewinnt man damit ca. anderthalb Sekunden, wir haben aber nicht mal acht Zehntel gefunden. Da ist etwas bei uns schiefgelaufen“, rechnet der Österreicher vor.

Da die schnellsten Runden immer auf der weichsten Mischung gefahren werden, trügt das Zeitenbild vom Freitag also mit Blick auf das wahre Kräfteverhältnis. Nur eine Tatsache steht für Marko trotzdem fest: „Mercedes ist hier haushoher Favorit“, räumt der Grazer ein. „Sie werden morgen im Qualifying einsam und alleine vorne stehen. Ich hoffe für unsere Fahrer aber auf Reihe zwei.“ Marko: „Dafür müssen wir jetzt über Nacht das Set-Up auf der weichen Mischung hinkriegen.“

Verstappen hatte natürlich nur Augen für die Torte(n)...

Deutlich hoffnungsvoller hört sich der Red-Bull-Berater schon mit Blick auf das Rennen an. „Max (Verstappen; d. Red.) war auf seinem Longrun stark unterwegs. Die alles entscheidende Frage wird dann, wie lange die Reifen halten.“ Denn: Bereits am Freitag gingen die Streckentemperaturen durch die Decke! Der neue, dunkle Asphalt trägt seinen Teil dazu bei. Der Formel 1 steht eine wahre Hitzeschlacht bevor.

„61 Grad Streckentemperatur. Ich glaube so eine hohe Zahl habe ich überhaupt noch nie gehört“, zeigt sich auch Ricciardo beeindruckt. „Es war heute schon wie im Toaster da draußen. Sonntag könnte es also lustig werden.“ Nur einer ließ sich von der Hitze in Sepang nicht beeindrucken. Geburtstagskind Verstappen, der am Freitag 19 wurde und vom Team eine Torte geschenkt bekam, freute sich: „Jetzt kann ich mehr vom dem Kuchen genießen, weil es so heiß ist, dass ich die Kilos eh gleich wieder verliere...“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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