Formel 1

Formel 1: Kubica testet wieder

Echte Chance auf Sensations-Comeback?

Robert Kubica sitzt in dieser Woche schon wieder in einem fünf Jahre alten Formel-1-Rennwagen. Er behauptet: Comeback-Chance bei 80 bis 90 Prozent.
Es wäre ein Comeback, über das sich die ganze Formel 1 freuen würde: Robert Kubica, Sieger des Kanada-GP 2008, verunglückte im Februar 2011 bei einer Rallye in Italien schwer, zog sich Armverletzungen zu, die seine Bewegungen stark einschränken. Doch jetzt arbeitet der Pole – inzwischen 32 Jahre alt – an der Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports.
Bereits Anfang Juni testete er in Valencia im Lotus-Renault von 2012. Renault-Sportchef Cyril Abiteboul: „Während der erste Testtag in Valencia nur dazu da war, um Robert wieder an das Fahrgefühl zu gewöhnen, wird der zweite Test da sein, um seine Fähigkeiten für eine Rückkehr in den höchsten Wettbewerb zu evaluieren.“
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Kubica selbst kann es kaum erwarten. Er sagt: „Für mich hat es sich so angefühlt, als wäre ich ein Monat nicht gefahren – aber nicht sechs Jahre.“ Nach dem ersten Test ist der Pole optimistisch, beziffert die Chancen auf ein Formel-1-Comeback auf 80 bis 90 Prozent.
Abiteboul steigt aber auf die Euphoriebremse: „Derzeit steht er nicht auf unserer Liste an möglichen Fahrern. Es gibt noch viele Dinge, die er absolvieren muss, damit er auf der Liste stehen könnte.“ Eine definitive Absage ist das zwar auch nicht, aber wenn es um mögliche Fahrer geht, die Jolyon Palmer 2018 ersetzen könnten, stehen andere Piloten vor Kubica als Option auf der Wunschliste. Zum Beispiel Esteban Ocon.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance / Renault

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