Red Bull

Formel 1: Kurven & Psyche bremsen Vettel

— 02.05.2014

Die Probleme des Weltmeisters

In der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT erklärt Sebastian Vettel, warum er noch nicht fahren kann wie gewünscht – und warum er trotzdem nicht aufgibt.

Zweimal schon musste er Platz machen für Teamkollege Daniel Ricciardo, derzeit liegt er nur auf WM-Platz fünf: Sebastian Vettel fährt 2014 noch nicht in Topform. AUTO BILD MOTORSPORT hat Vettel den Grund für seine Probleme mit dem RB10 genannt. Der Red Bull-Star erklärt: „Das Auto macht noch nicht, was ich will. Besonders beim Anbremsen und Herausbeschleunigen von Kurven. Im Moment bremse ich früher in die Kurven rein. Das führt dazu, dass dann aber der erste Teil der Kurve nicht mehr passt. Das muss ich ändern und in diese Richtung muss ich das Auto trimmen.“

Unbekümmertheit als Vorteil

Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko macht aber auch Vettels Kopf für dessen Zwischentief verantwortlich. Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Sebastian grübelt im Moment noch etwas viel und will das Auto perfekt haben. Daniel hat da einen Vorteil. Er fährt unbekümmerter drauf los, weil er in den letzten Jahren kein absolutes Topauto hatte. Diese fehlende Erfahrung ist im Moment ein Vorteil. Bei Toro Rosso stellen wir das gleiche Phänomen fest: Rookie Kvjat hat weniger Probleme mit dem Reifenverschleiß als Vergne, der schon seine dritte Saison fährt.“

Kritik lässt Vettel kalt

Hat derzeit keinen leichten Stand: Sebastian Vettel war zuletzt hinter Teamkollege Daniel Ricciardo zu finden

Ein neues Chassis soll Vettels Psyche und seinem Gasfuß beim nächsten Rennen in Barcelona (11. Mai) helfen. Marko: „Sebastian muss und wird sich das Auto wieder zurechtlegen.“ Die Kritik an seiner Person lässt Vettel indes – zumindest äußerlich – kalt. „Wir leben in einer Generation“, relativiert er, „wo man immer mehr will und im Grunde mit nichts mehr zufrieden ist. Das liegt daran, dass die Leute sich zu schnell langweilen. Es muss immer mehr sein, höher, schneller, weiter. Fest steht: Im Sport gibt es Höhen und Tiefen, das ist normal.“

Warten auf den Super-Sprit

Aufgeben will der Heppenheimer trotz eines 46-Punkte-Rückstands auf WM-Leader Nico Rosberg aber noch lange nicht. Vettel: „Es ist nicht das erste Mal, dass man uns schon abgeschrieben hat. Der Zustand jetzt ist eher eine Extramotivation für uns.“ Auf den für Barcelona angekündigten Super-Sprit von Total muss Red Bull aber noch warten. Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Renault will in Barcelona den nächsten Schritt machen. Leider braucht Total aber noch etwas mehr Zeit, um den optimalen Sprit zu liefern. Der kann im Maximalfall 20 bis 30 Mehr-PS bringen.“

Mehr zu den Problemen von Vettel und Red Bull in der aktuellen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT - als Heft im Heft jetzt am Kiosk.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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