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Formel 1 - Lauda: "Vettel tut mir leid"

— 08.10.2017

Woher kommt Ferraris Pleiten-Serie?

Ferrari bringt sich selbst um den Lohn einer guten Saison: Erneut streikt die Technik, der WM-Zug ist so gut wie abgefahren. Von Mercedes gibt es Mitleid.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen... Sky-Experte Marc Surer bringt die Situation bei Ferrari auf den Punkt: "Die Asien-Rennen waren eine Katastrophe. So etwas darf nicht passieren." Die Quittung steht in der WM-Tabelle: 59 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton. Für Sebastian Vettel scheint die WM nach seinem Aus in Japan verloren. Eine defekte Zündkerze bringt Hamilton ganz nah ran an seinen vierten Titel.

Dabei war bis zur Sommerpause bei Rot alles im grünen Bereich. Vettel gewann den Ungarn GP, kam auch aus der Pause stark zurück. Während des Rennens in Belgien war er schneller als Hamilton, fand nur keinen Weg vorbei. Der Deutsche sprühte damals nur so vor Optimismus.

Das Ungemach ging auch in Suzuka schon früh los

Doch mit dem Ferrari-Heimspiel in Monza schalteten die Ampeln auf rot. Am verregneten Samstag fand die Scuderia nie die Balance. Resultat: nur Platz drei im Rennen. Hamilton übernahm die WM-Führung.

Anschließend ging es nur noch weiter bergab. Startcrash in Singapur – auch weil man auf Start-Absprachen zwischen Kimi Räikkönen und Vettel verzichtete. Ein Fauxpas, der einem Top-Team wie Ferrari nicht passieren darf.

Noch schlimmer kam's in Malaysia. Vettel muss seinen Motor nach Fehlzündungen im freien Training fürs Qualifying wechseln lassen, hat da dann keine Turbo-Power, weil eine Karbonröhre einen Riss hat. Räikkönen kann wegen des gleichen Problems das Rennen nicht starten, Vettel wird immerhin noch Vierter.

Hamilton muss sich über die Pannen schlapplachen...

Und dann Japan: Wieder macht ein rotes Auto in der Startaufstellung schlapp. Schon auf dem Grid stellt Ferrari Probleme mit der Zündkerze an Vettels Auto fest. Nach Runde vier ist Schluss. Vettel biegt in die Garage.

"Vettel tut mir langsam schon richtig leid", sagt sogar Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda. "So möchte kein Mensch Rennen gewinnen. Da muss sich Ferrari selbst an die Nase packen, wo die kleinen Fehler herkommen."

Ex-Weltmeister Damon Hill mit dem Versuch einer Erklärung. "Wenn man an den kritischen Punkt in der WM kommt, ist jeder am Limit", so der Sky-Experte. "Dann sieht man die Schwachstellen, manchmal ist das die Zuverlässigkeit, in Singapur hat sich Sebastian aber auch selbst in eine kritische Lage manövriert."

Vettel demonstriert Einheit, stellt sich vors Team

Trotzdem gilt es schon jetzt das Team für die kommende Saison zusammenzuhalten. Vettel will deshalb keine Vorwürfe ans Team hören: "Ich denke, ich muss die Jungs in Schutz nehmen. Sie haben bisher unglaubliche Arbeit geleistet", lobt er statt öffentlich zu kritisieren.

"Natürlich waren die beiden jüngsten Rennen bitter, mit den Problemen bei der Zuverlässigkeit, die wir hatten. Natürlich sind wir allesamt enttäuscht. Aber wir werden uns jetzt damit beschäftigen, frische Energie tanken und bei den noch ausstehenden Rennen wieder mit Vollgas antreten. Wir haben noch eine Chance. Und das Team ist auf einem guten Weg. Wir steigern uns von Rennen zu Rennen. Wir haben schon mehr erreicht, als die Leute glauben wollten."

Nico Rosberg, der als Sky-Experte in Japan vor Ort war, findet solche Aussagen zielführend. "Sebastian macht das gut, er stellt sich vors Team, kritisiert nur intern. Das war auch Michael Schumachers Geheimnis. So hat er Ferrari über mehrere Jahre zu einem WM-Team geformt."

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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