Reaktionen zum Lauda-Rücktritt

Formel 1: Laudas Lungen-OP

Update zu Laudas Gesundheitszustand

Vor dem Wochenende ging es Niki Lauda wieder schlechter. So ist sein aktueller Gesundheitszustand.
+++ 13. August Niki Lauda geht es wieder besser. „Österreich“ berichtete am Wochenende von einem gesundheitlichen Rückschlag Laudas. Inzwischen ist der dreimalige Formel-1-Weltmeister wieder auf dem Weg der Besserung und befindet sich nicht mehr im „ernsten“ Zustand. Laut der österreichischen Tageszeitung hat Lauda die „kurze Krise voll überwunden“. Die Ärzte hätten die Lage „voll im Griff“. Der Mercedes-Aufsichtsratchef soll inzwischen auch wieder sprechen können und mit der Physiotherapie begonnen haben.
+++ 08. August: Jetzt sprechen die Ärzte! Auf einer Pressekonferenz des AKH Krankenhauses in Wien haben sieben Ärzte über den Gesundheitszustand von Niki Lauda gesprochen. „Die Lunge hat eine ausgezeichnete Primärfunktion, sodass wir die Kreislaufunterstützung bereits im Operationssaal entfernen konnten", sagt Thoraxchirurg Konrad Hötzenecker. "Die Transplantatlunge hat ihre Funktion gut übernommen." Bevorzugt wurde Promi Lauda bei der Vermittlung einer Lunge übrigens nicht. Seine Daten wurden anonymisiert an die europamweite Organ-Vermittlungsstelle Eurotransplant gesendet.
"Wir können feststellen, dass der Patient den Eingriff hervorragend überstanden hat und bereits nach 24 Stunden extubiert werden konnte", ergänzt Kardiologie-Leiter Christian Hengstenberg. "Das heißt: Der Schlauch in der Lunge konnte entfernt werden, und der Patient konnte selbst und spontan atmen. Das ist für uns und für den gesamten Heilungsverlauf enorm wichtig. Wir können feststellen, dass er bei vollem Bewusstsein ist und dass alle Organe ordentlich funktionieren. Alles ist vollständig in Ordnung. Es ist ein sehr, sehr erfreulicher Verlauf."
Die Ärzte erklärten ebenfalls, dass der Österreicher keine Sommergrippe hatte, wie es bisher kommuniziert wurde. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister hatte erst entzündete Lungenbläschen. Später folgte schließlich eine schwere akute Lungenerkrankung, bei der Immunzellen des Blutes in die Lunge wanderten und dort das Gewebe angriffen. "Dies führt letztendlich zu einer Zerstörung und somit zum Verlust von funktionstüchtigem Lungengewebe - und der Patient ist nicht mehr in der Lage, genügend Sauerstoff über seine Lunge aufzunehmen", erklärt Marco Idzko, Leiter der Klinischen Abteilung für Pulmologie.
+++ 06. August: Niki Lauda macht Fortschritte. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister hat bereits 24 Stunden nach der Operation wieder selbstständig geatmet und war wieder bei vollem Bewusstsein. Das hat das AKH-Krankenhaus in Wien bestätigt. "Seither kam es zu einer kontinuierlichen Verbesserung, alle Organe funktionieren gut", gab die Klinik bekannt. Zur weiteren Rehabilitation bleibt Lauda noch im Hospital.
+++ 04. August: Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda (69) ist nach einer Lungentransplantation am Donnerstag in Wien aus dem künstlichen Koma geholt worden. Das berichtet „oe24“. Demnach hätten die Ärzte den Beatmungsschlauch entfernt. Seit 12 Uhr soll Lauda wieder bei Bewusstsein sein und selbstständig atmen. 
Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass der Mercedes-F1-Aufsichtsrat als Folge einer schweren Sommergrippe im Allgemeinen Krankenhaus seiner Heimatstadt Wien liegt. Zunächst hieß es, Lauda sei bereits auf dem Weg der Besserung und habe die Intensivstation verlassen - am Donnerstag dann aber der Schock: Lungentransplantation!

Schwere OP: Große Sorgen um F1-Legende Lauda

Die Formel-1-Legende befindet sich nun aber auf dem Weg der Besserung. Sein Arzt Prof. Dr. Walter Klepetko sagt zu BILD: „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit seiner Entwicklung.“ Der Spezialist vom AKH Wien verrät aber auch, wie ernst die Lage war. „Herr Lauda ist sieben Tage mit einer Pumpe am Leben gehalten worden, der Patient ist dabei bei vollem Bewusstsein. Das ist ein Zustand, bei dem es keine andere Alternative als eine Transplantation gibt, weil man den Patienten so nur zwei Wochen am Leben erhalten kann.“
Lauda hatte die beiden letzten Formel-1-Wochenenden in Hockenheim und Budapest bereits verpasst. Seitens Mercedes hieß es nur, der dreimalige Weltmeister sei krank. Jetzt kam raus: Lauda hatte seinen Sommerurlaub in Ibiza wegen eines grippalen Infekts abgebrochen und war zurück nach Wien geflogen, um sich in Behandlung zu begeben.
Der Wiener Arzt: "Bei Herrn Lauda war die Situation so, dass das ganze sehr rasch und rapide kam. Er war bis vor kurzem diesbezüglich eigentlich komplett normal. Das hat die Ausgangssituation für eine Transplantation natürlich günstig beeinflusst und war einer der Gründe, weswegen wir uns entschlossen haben, ihm eine Transplantation anzubieten." 
Lauda ist bereits seit seinem Horrorunfall 1976 auf dem Nürburgring, der sich letzte Woche zum 42. Mal jährte, gesundheitlich angeschlagen. Der Österreicher hatte den Feuer-Crash mit schweren Verbrennungen wie durch ein Wunder überlebt. Weil er giftige Gase einatmete, wurde seine Lunge dabei aber teilweise verätzt. Als Spätfolge des Unfalls musste er sich bereits zweimal einer Nierentransplantation unterziehen. Ob die aktuelle Lungenerkrankung eine Spätfolge des Unfalls war, will die Klinik nicht bestätigen.
Auf Lauda kommt jetzt die Rehabilitation zu, die mehrere Wochen dauern kann. Klepetko zu BILD: „Ein Training, damit sich das neue Organ an den Körper gewöhnt, gibt es nicht. Wichtig ist aber die mentale Einstellung des Patienten. Er muss wirklich ein Kämpfer sein, wirklich wollen. Einen größeren Kämpfer als Niki Lauda wird es nicht so leicht zu finden geben. Die Voraussetzung ist somit ideal.“

Autoren: Frederik Hackbarth, dpa, Alexander Warneke

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen