Formel 1: Leclerc mit Kampfansage

Formel 1: Bilder vom Singapur GP

Formel 1: Leclerc mit Kampfansage

„Nicht lernen, sondern WM-Titel das Ziel!“

Charles Leclerc steigt 2019 zu Ferrari auf. Von einer langsamen Eingewöhnung in das Topteam hält er nichts. Der WM-Titel ist das Ziel – und das schon 2019.
Auf was muss sich Sebastian Vettel da gefasst machen? Mit Charles Leclerc kommt 2019 ein neuer Stallkollege ins Team. Kumpel Kimi Räikkönen geht zu Sauber. Leclerc ist elf Jahre jünger als Vettel, hat fast 200 Formel-1-Rennen weniger auf dem Buckel, zudem erst 13 WM-Punkte statt vier WM-Titel und 52 Siege.
Formel-1-Kommentar: Leclerc gefährlich für Vettel
Ex-Ferrari-Pilot und Ex-Vettel-Teamchef Gerhard Berger erklärt in AUTO BILD MOTORSPORT, ab heute als Heft in AUTO BILD im Zeitschriftenhandel: „Wenn Leclerc clever ist, und davon gehe ich aus, wird er sich alles von Sebastian abschauen und weiter lernen, aber nicht versuchen, mit ihm zu konkurrieren. Ähnlich wie es Felipe Massa 2006 mit Michael Schumacher gemacht hat.“

Leclerc wechselt nach einem Jahr von Sauber zu Ferrari

Doch Leclerc gibt sich in Singapur selbstbewusst: nichts mit Lernen, der Monegasse geht gleich voll aufs Ganze! „Der Sprung von Sauber zu Ferrari ist kleiner als der von der Formel 2 in die Formel 1“, meint er. „Ich gehe nicht zu Ferrari, um zu lernen. Ich muss abliefern. Sie haben ein Auto, in dem man dieses Jahr den Titel gewinnen kann. Wenn dies das nächste Jahr wieder so ist, dann ist mein Ziel der WM-Titel.“
Kommt der Aufstieg für Leclerc, der im Oktober 21 Jahre alt wird, nicht zu früh? „Das ist für viele die große Frage“, bestätigt er. „Aber wenn ich nicht gut genug bin, dann ist es normal, dass man wieder herabgestuft wird – aber dann habe ich das Ferrari-Cockpit auch nicht verdient.“

Formel 1: Bilder vom Singapur GP

Mit der Rolle des Wasserträgers für Sebastian Vettel will er sich jedenfalls nicht zufriedengeben. Leclerc: „Mein Verständnis ist, dass zu Beginn der Saison beide Fahrer bei null beginnen. Und im Laufe der Saison kann ein Punkt kommen, in dem es Teamorder gibt. Das macht jede Mannschaft.“
Und wie reagiert Sebastian Vettel auf seinen neuen Teamkollegen? Vettel: „Wenn du schnell und talentiert bist, dann spielt das Alter keine Rolle – und zwar auch nicht für ältere Piloten, wie Kimi beweist. Er ist das beste Beispiel dafür. Und was Charles angeht: Ich denke, er verdient es, in der Formel 1 zu sein. Und nun bietet sich ihm die Chance, für ein großes Team zu fahren. Natürlich werden wir alles daran setzen, um die Zusammenarbeit so gut wie möglich zu gestalten.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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