Vettels Funk-Frust: Von 2009 bis heute

Formel 1: Lenkungsproblem bei Vettel

"Ich hatte alle Hände voll zu tun"

Sebastian Vettel fuhr in Ungarn zum Sieg. Was von außen leicht aussah, war in Wahrheit ein harter Kampf mit dem Auto. Der Deutsche im Siegerinterview.
Herr Vettel, wie fühlen Sie sich nach diesem hart erkämpften Sieg?
Sebastian Vettel: Ich bin überglücklich. Ein großartiger Tag, ein großartiges Rennen, es war wirklich wunderbar. Das Ergebnis ist super. Der Weg dahin war aber überraschend schwer. Ich hätte mir einen etwas ruhigeren Nachmittag gewünscht, aber ich hatte wirklich alle Hände voll zu tun. Schon am Start hatte ich das Gefühl, dass die Lenkung etwas schief steht. Im ersten Stint, mit dem Safety-Car und so, ging es noch. Dann wurde es aber immer schlimmer.
So lief das Rennen: Vettel feiert Ungarn-Sieg
Was war denn das Problem bei Ihrer Lenkung?

Sebastian Vettel brachte den Triumph ins Ziel

Ich weiß es nicht, wir müssen uns das näher anschauen. Es war ein komisches Gefühl. Man will geradeaus fahren, aber es lenkt nicht gerade sondern zieht nach links. Die ersten Runden hat es nicht wirklich etwas ausgemacht, ich konnte mich gut absetzen. Dann wurde es immer schlimmer und gravierender. Das hat dazu geführt, dass wir vor dem ersten Reifenwechsel ein bisschen eingebrochen sind.
Wie konnten Sie damit trotzdem bis ins Ziel kommen?
Wir konnten das Rennen kontrollieren, aber ich hatte keine Luft nach hinten. Ich musste Vollgas geben. Es war sehr schwierig, sich immer wieder an die richtige Balance zu gewöhnen. Es war kein einfaches Rennen, denn ich hatte keine Luft nach hinten und habe mit dem Auto zu kämpfen gehabt.
Wie viel Druck hatten Sie von hinten?

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Die anderen sind am Ende ja fast Schange gestanden hinter mir. Da hatte ich auch Glück, dass man hier kaum überholen kann. Hinter mir war Kimi die meiste Zeit des Rennens direkt dran. Ich schulde ihm also einen Riesen-Gefallen, denn er hätte schneller gekonnt. Aber am Ende ist es das Ergebnis, das zählt - und damit bin ich sehr glücklich.
Jetzt haben Sie 14 Punkte Vorsprung in der WM. Wie viel ist das wert?
Klar, es könnte schlechter sein. Dieser Sieg gibt uns Extra-Anschub für die Pause. Wir haben jetzt noch die Testfahrten, dann freue ich mich auf die Zeit zuhause, auf ein paar ruhige Tage mit der Familie.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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