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Formel 1: Lewis Hamilton im Interview

— 26.10.2015

"Man darf seinen Traum nie aufgeben"

Lewis Hamilton nach seinem Titel-Triumph in Texas im Interview: Der Brite holte sich beim USA GP in Austin den Sieg und seine dritte Weltmeisterschaft.

Es muss ein Tag mit groen Emotionen fr Sie sein, ist ein Kindheitstraum wahrgeworden?

Hamilton: Ja, das ist es. Im Moment bin ich einfach noch berwltigt. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich erinnere mich, als ich meine erste britische Meisterschaft gewonnen haben. Da habe ich auf dem Rckweg mit meinem Vater "We are the Champions" gesungen. Es ist verrckt, wenn ich denke, dass ich jetzt dreimaliger Formel-1-Weltmeister bin. Ich verdanke das alles meinem Vater und meiner Familie, die mich in all den Jahren immer untersttzt und soviel fr mich geopfert haben. Wenn ich die Leute mit irgendwas inspirieren kann, dann damit, dass man nie seinen Traum aufgeben darf, seine Hoffnungen und seine Wnsche. Was bedeutet es, berhaupt einmal Weltmeister geworden zu sein?

Dritter Titel, der zweite in Folge: Hamilton dominiert den Sport im Moment - eine Ende ist nicht in Sicht

Das ist fr jeden Fahrer das Grte. Mehr geht nicht. Dein ultimatives Ziel ist es, immer und berall zu gewinnen. Die beste Leistung zu bringen, besser zu sein als die anderen. Wenn du Weltmeister wirst, zeigt das deine Gre und die der Leute um dich herum: Die ganze Einheit, das Teamwork.
Im Portrait: Lewis Hamilton

Sie haben nach ihrem Titel im vergangenen Jahr vom Hamilton-Vermchtnis gesprochen, auch von ihrem Bruder. Wie fhlt sich das nun an?

Ich bin ja nicht der einzige, der Groes in meiner Familie erreicht hat. Zuerst mal mein Vater, er kam aus dem Nichts. Er wollte nie, dass seine Kinder so kmpfen mssten wie er es musste. Mein Bruder, der sieben Jahre jnger ist, fhrt als einer der ersten mit Behinderung selbst Rennen. Auch er will andere Menschen inspirieren. Er will nie von mir profitieren. Ich sitze zwar jetzt hier vor der Kamera, ich bin aber nur ein kleiner Teil von einem groen Ganzen, dass sehr stark ist.

Die besten Bilder vom USA GP

Ist es ihr Ziel, den Titelrekord von Michael Schumacher mit sieben gewonnenen Weltmeisterschaft einzustellen?


Titel-Treffen: Wie Sir Jackie Stewart (r.) hat Hamilton nun drei Titel, erfolgreichster Brite ist er lngst

Fr mich war es immer das Ziel, diese drei wie Ayrton Senna zu schaffen. Er kam nicht aus dem selben Land wie ich komme, aber als ich jung war, war er der, der mich inspiriert hat. Ich wei jetzt gerade nicht, was kommt. Es gibt keinen anderen, zu dem ich schaue, mit dem ich gleichziehen will.

Wie waren ihre Emotionen auf der letzten Runde zum WM-Titel?

Die letzten 10, 15 Runden waren die heftigen. Das war kein gewhnliches Rennen. Denn die Emotionen gingen hoch und runter. Dann war ich hinter dem Safety Car und dachte: Okay, die WM liegt da jetzt, wie hole ich sie? Natrlich htte ich es auch ich den nchsten Rennen machen knnen, aber ich wollte es jetzt. Es war schon so nah, dass ich es schmecken konnte! (fh/dpa)
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Fotos: Picture-Alliance

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