Das Duell: Rosberg vs. Hamilton

Das Duell: Rosberg vs. Hamilton Das Duell: Rosberg vs. Hamilton Das Duell: Rosberg vs. Hamilton

Formel 1: Lewis Hamilton vs. Nico Rosberg

— 24.11.2016

So wurden aus Freunden Feinde

Von Kart-Kumpels zu erbitterten Rivalen der Rennbahn in der Formel 1. Wie kam es soweit? Mercedes' Lewis Hamilton und Nico Rosberg erinnern sich.

Es hatte ein bisschen was von Paartherapie. Nebeneinandersitzend wurden Nico Rosberg und Lewis Hamilton vor dem Großen Preis von Abu Dhabi von den Medienvertretern zum Showdown in der WM befragt. Gesprächsthema unter anderem: Beschreiben Sie, wie sich ihre persönliche Beziehung zum anderen über die Jahre verändert hat. Eine schon oft gestellte Frage, meist nur flüchtig beantwortet von beiden Rivalen. Doch vor allem Hamilton hatte diesmal etwas mehr Redebedarf...

Hamilton spricht, Rosberg lauscht skeptisch...

„Bis hier her war es wirklich ein interessanter Prozess“, so Hamilton, der zu bedenken gibt: „Nico und ich hatten als Kinder eine sehr gute Beziehung. An den Wochenenden im Kartsport geht es vor allem um Spaß. Man fährt, redet kurz mit dem Mechaniker und dann macht man Quatsch.“ Von Playstation spielen bis zu Einrad fahren, sei alles dabei gewesen, verrät Hamilton. „Wir hatten viel gemeinsam. Wir mochten Pizza, wir mochten die gleichen Packungen Kelloggs Frosties, wir sind zusammen auf lange Touren mit dem Moped gegangen...“

Dann stockt der Brite beim Schwelgen in Erinnerungen. „Ich mache das alles immer noch, aber Nico hat irgendwann ein bisschen umgeschaltet und sich sehr auf sich selbst konzentriert“, findet Hamilton. Rivale Rosberg sitzt derweil regungslos daneben. Hamilton räumt allerdings ein: „Natürlich haben sich unsere Wege etwas trennen müssen. Nico ging damals zu BMW, ich zu Renault. Später haben wir uns beide in der Formel 1 wiedergetroffen. Da, wo wir als Kinder hinwollten und immer von geträumt haben.“

WM-Showdown: Wer krallt sich am Sonntag die Krone?

Rosberg wirft ein: „Was uns aus diesen Tagen geblieben ist, ist der Grundrespekt. Der wird nie vergehen und das hilft uns auch jetzt auch noch.“ Der Deutsche beteuertet trotz des in der Vergangenheit oft hitzigen Duells: „Ich habe Respekt für Lewis im und neben Auto. Unser Verhältnis ist neutral, denn natürlich ist das hier ein schwieriges Umfeld.“ Rosberg findet: „Es gab schlechte und gute Momente, aber dieses Jahr haben wir insgesamt Fortschritte gemacht.“

Eine Einschätzung, die sein Gegenüber teilt. „In dem Alter, in dem wir jetzt sind - und das ist ziemlich alt - kriegen wir es ganz gut gemanagt“, scherzt Hamilton. Trotz aller „Höhen und Tiefen“ erklärt der Brite: „Ich bin happy für Nico und seine Familie. Und auch stolz auf ihn, wenn man mal unsere Rivalität beiseite legt, wie er vor allem dieses Jahr gefahren ist.“ Hamilton lobt sogar: „Im Großen und Ganzen ist es ein Vergnügen, ihn als Teamkollege zu haben.“ Doch aller warmen Worte zum Trotz: Wetten, dass der nächste Ehekrach spätestens am Sonntag um 14 Uhr steigt?

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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