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Formel 1: Massa stichelt gegen Vettel

— 01.05.2017

Vettel rudert nach Stinkefinger zurück

Sebastian Vettel muss sich trotz starkem Schlusssprint Valtteri Bottas geschlagen geben - Williams-Pilot Felipe Massa steht ihm dabei gehörig im Weg.

Sebastian Vettel traute seinen Augen kaum. Der Ferrari-Star jagte in der letzten Rennrunde Valtteri Bottas um den Kurs von Sotschi, als in Kurve drei auf einmal Felipe Massa vor ihm herumgondelte. Statt dem Deutschen Platz zu machen, blieb der überrundete Williams-Pilot auf der Ideallinie und ließ Vettel erst einige Kurven später passieren. Während Bottas danach ungefährdet seinem Sieg entgegenfuhr, ärgerte sich Vettel am Funk: „Was war das denn?!“ - und zeigte Massa prompt den Mittelfinger!

Massa, Ex-Teamkollege von Bottas bei Williams, spottete nach dem Rennen über Vettel: „Ach, er hat sich am Funk beschwert? Na, das hat er ja noch nie gemacht!“ Zwar hat Vettel seit letzter Saison ein Motzki-Image, selten war die Kritik des vierfachen-Weltmeisters aber so berechtigt wie am Sonntag - außer für Massa.

Vettel war auf Massa (r.) nicht so gut zu sprechen...

„Ich habe ihm innen Platz gelassen und bin in Kurve vier vom Gas gegangen, aber er wollte nicht vorbei und hatte Angst, reinzuziehen“, verteidigte sich der Brasilianer. Massa weiter: „Valtteri hätte er in der letzten Runde sowieso nicht mehr gekriegt. Sebastian beklagt sich einfach gerne.“

Vettel ließ sich nach dem Rennen nicht auf das verbale Gezanke ein und ruderte nach dem Einsatz des Vettel-Fingers in diesmal ungewohnter Funktion auch etwas zurück: „Ich war kurz stinkig auf Felipe. Auch wenn ich vielleicht keine Chance mehr gehabt hätte - aber so sieht man es in dem Moment nicht, wenn man zehn Runden lang alles gibt und dann auf einen Schlag eine Sekunde beim Überrunden verliert...“

Statt nachzutreten, präsentierte sich Vettel lieber als fairer Verlierer: „Man beißt sich im ersten Moment natürlich in den Hintern. Aber alles in allem muss man anerkennen, dass Valtteri heute klar der Mann des Rennens war. Er hat das Rennen kontrolliert und ohne Fehler einen super Job gemacht“, lobte Vettel. „Vor allem wenn man sieht, dass sein Teamkollege nur Vierter geworden ist. Und wir wissen ja alle, dass Lewis keine Pappnase ist.“

Bottas schnappte sich die Ferraris schon am Start

Im Titelduell mit dem Briten konnte Vettel seinen Vorsprung am Sonntag ausbauen, führt nun mit 13 Punkten vor dem Mercedes-Star. An die WM will der Deutsche aber noch nicht denken. „Wenn man zu viel nachdenkt, steht man sich nur selbst im Weg. Wir fahren weiter voll auf Attacke“, so Vettel.

Trotz der knappen Niederlage in Sotschi ist er zuversichtlich für die nächsten Rennen. „Hier waren wir mal am Samstag knapp davor, am Sonntag dafür knapp dahinter. Es ist richtig eng, aber macht super viel Spaß“, so Vettel, der überzeugt ist: „Wir haben ein starkes Auto und einen starken Motor, müssen uns also nicht verstecken.“

Dass es am Sonntag trotzdem nicht für ganz vorne reichte, macht Vettel vor allem am Beginn des Rennens fest. „Der Sieg war drin, aber der Weg zur ersten Kurve zu weit“, sagte der Ferrari-Star, der sich wie Teamkollege Kimi Räikkönen geschlagen geben musste, als Bottas im Windschatten nach vorne zog. „Auch danach, im ersten Stint, war er überragend. Da hat uns ein bisschen der Speed gefehlt und das hat das Rennen letztlich entschieden“, erklärte Vettel.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images / Picture-Alliance / F1

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