Formel 1

Formel 1: Max Verstappen wie Senna

— 15.11.2016

Verstappens beste Überholmanöver

Max Verstappen hat in Brasilien eine herausragende Überholshow an den Tag gelegt. ABMS hat die besten Manöver des Holländers zusammengefasst.

Elf Autos in 16 Runden. 14 Überholmanöver insgesamt. So lautet die Bilanz von Max Verstappens Brasilien GP. Der Red-Bull-Pilot schoss wie ein fliegender Holländer über die Strecke von Interlagos. Mit seiner aggressiven Fahrweise beeindruckt er nicht nur sein Team und die Fans, sondern auch die Konkurrenz.

Fernando Alonso erklärt: „Er ist sehr jung und aggressiv. Das kann gut für die Formel 1 sein. So eine Herangehensweise ist manchmal sehr willkommen.“ Gentleman-Fahrer Jenson Button gibt zu: „Jeder weiß, wie talentiert Max ist."

ABMS wirft einen Blick auf die überragenden Überholmanöver des aufblühenden Vollblutracers.
Max Verstappen polarisiert wie kein Zweiter. Die knallharten Aktionen von "Mad-Max"

Malaysia GP 2015: Schon im seinem zweiten Rennen seiner Formel-1-Karriere, damals noch für Toro Rosso unterwegs, fährt Verstappen mit harten Bandagen. Er streckt sogar gegen Daniel Ricciardo die Ellbogen aus und erobert nach der zweiten Kurve in Runde 34 den zehnten Platz des Australiers.

China GP 2015: Seine ungestüme Fahrweise deutet sich vor allem schon in Shanghai an. Bei seinen Überholmanövern gegen Sergio Perez und Marcus Ericsson bremst er spät und überholt die beiden brechstangenartig. Das Risiko zahlt sich nicht aus. Auf Platz acht liegend erleidet sein Toro Rosso vier Runden vor Schluss einen Motorschaden.

Monaco GP 2015: Vor dem heftigen Unfall mit Romain Grosjean legt Verstappen zwei überragende Aktionen an den Tag. Als Sebastian Vettel Valtteri Bottas überholt, zieht der Holländer mit. Dazu bremst er wenige Runden später in Kurve eins Pastor Maldonado aus.

Belgien GP 2015: Pure Hartnäckigkeit! Max Verstappen versucht zunächst über die Außenbahn an Nasr vorbeizufahren. Der jedoch wehrte den erste Versuch des damaligen Toro-Roso-Piloten ab. In der Bus-Stop-Schikane ist der Brasilianer allerdings fällig.


Singapur 2015: Auch auf dem Marina Bay Circuit ist Maldonado Verstappens Opfer. Im Kampf um Platz neun baut der 18-jährige immensen Druck auf den Lotus-Piloten auf,  zwingt ihn in einen Fehler und bremst sich vor dem Tunnel in Runde 42 am Venezuelaner vorbei.


USA GP 2015: Dass er es auch mit Weltmeistern aufnehmen kann, deutet er in Austin an. Im Regenrennen duelliert er sich mit Vettel und hält zudem den anderen Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen in Schach. Er belohnte sich abschließend mit seinem besten Saisonresultat: Platz vier.

Brasilien GP 2015: Brasilien zählt zu Verstappens stärksten Strecken. In Interlagos vollzieht er zwei herausragende Überholmanöver. Perez und Nasr krallt er sich fulminant außen im Senna-S. Als Zugabe macht er es gegen Maldonado auf der Innenbahn. Am Ende: Platz 10.


Monaco GP 2016: Nicht nur in Brasilien und in den Vereinigten Staaten zeigt Verstappen seine Regenkünste. In Monaco legt er dieses Jahr einen buchstäblichen Regentanz auf dem Asphalt. Er arbeitet sich auf dem engen Kurs in 34 Runden von Platz 22 auf Rang neun vor. Das Bemerkenswerte: In Runde 18 zieht er gleich an drei Mitstreitern auf ein Mal vorbei. Wie im Video gut zu erkennen ist, nutzt der Holländer wie schon in Interlagos eine andere Fahrlinie als die Konkurrenz. Er fährt die Kurven teilweise eine halbe Wagenbreite weiter außen an und kann somit besser auf die Gerade rausbeschleunigen.


Großbritannien GP 2016: Wie gut Verstappen, aber auch sein Red Bull in schnellen Kurven ist, beweist der 18-Jährige in den S-Kurven Maggotts, Becketts und Chapel, als er unter nassen Bedingungen durch die anspruchsvolle Kombination schießt und Nico Rosbergs zweiten Platz schnappt.


Brasilien GP 2016: Gleich in der ersten Kurve nach dem Restart, als er Räikkönen überholt, startet Verstappen seine Überholshow. Zur Mitte des Rennens zieht er auch an Rosberg vorbei. Durch die verkorkste Strategie von Red Bull fällt er schließlich ins hintere Mittelfeld zurück. Davon lässt er sich aber nicht beeindrucken. Von Platz 14 fuhr er noch aufs Podium.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: Getty Images

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