Formel 1: Maximal 150 Mio Euro pro Jahr

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Formel 1: Maximal 150 Mio Euro pro Jahr

— 13.09.2017

Mercedes und Co. sollen sparen

Die neuen Formel-1-Macher werden wohl eine Kosten-Obergrenze für die Teams einführen. Das freut vor allem die kleinen Teams mit kleinem Budget.

Es soll der nächste Coup der neuen Formel-1-Macher von Liberty Media werden: Die Top-Teams sollen sparen! Hinter den Kulissen der Königsklasse geht es um die Mega-Budgets von mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr. So viel geben Mercedes, Ferrari und Red Bull aus, um den kleineren Mannschaften auf und davon zu fahren. Damit soll nun Schluss sein.

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Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT und SPORT BILD sollen die Budgets bis 2021, wenn eine neue Motorformel eingeführt wird, auf maximal 150 Millionen Euro pro Jahr begrenzt werden. Weitere 50 Millionen Euro dürfen dann für Marketing, Hospitality und PR ausgegeben werden – womöglich auch für Mega-Gehälter der Fahrer.

Force India würde sich über eine Kostenobegrenze freuen

Die kleineren Mannschaften freuen sich schon: „Das ist immer noch jede Menge Geld, um gute Rennen zu fahren“, sagt Force India-Vize Bob Fernley, dessen Team rund 120 Millionen Euro zur Verfügung hat. „Die Hälfte der Teams gibt doch jetzt schon nicht mehr aus.“

Mit einer Budgetobergrenze würde das Feld näher zusammenrücken. Dominanzen wie die von Mercedes würden schwerer, wenn nicht gar unmöglich.
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Doch Mercedes und Co. treten noch auf die Spar-Bremse. „Wir leben alle in derselben Welt und sind vernünftig genug, dass wir die Auswüchse der letzten Jahre eindämmen müssen“, räumt Mercedes-Teamchef Toto Wolff zwar ein. Der Österreicher sagt aber auch: „Es muss so gemacht werden, dass es fair und gut für den Sport ist und dass gewisse Strukturen respektiert werden. Wir brauchen also einen Gleitpfad dorthin.“

Auch Toto Wolff ist für ein Formel-1-Sparprogramm

Was Wolff meint: Mercedes hat über die Jahre mehr als 1000 Mitarbeiter in Brackley und Brixworth eingestellt. Die können nicht von heute auf morgen entlassen werden.

Sein Ferrari-Kollege Maurizio Arrivabene ergänzt: „Liberty muss bitte auch bedenken, dass es ein Kampf wie der zwischen Ferrari und Mercedes in diesem Jahr ist, der die Fans elektrisiert.“ Soll auch heißen: Es ist wichtig, dass die Teams mit einer großen Fanbasis weiter vorne bleiben. Klar: Die Formel-1-Giganten bangen um ihre Vormachtstellung.

Das größte Problem, das ihnen sogar in die Hände spielt: die Kontrolle der Budgetgrenze. Ferrari und Mercedes haben große Hersteller im Rücken. Wie will man da aufpassen, ob das Auto nicht im Forschungszentrum von Daimler oder Fiat verbessert wird? Fakt ist also auch: Die Formel-1-Macher um Sportchef Ross Brawn haben noch einen langen Weg vor sich, um die Top-Teams zum Sparen zu bewegen.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Hersteller

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