Formel 1: Honda-Misere?

Fernando Alonso und Renault

Fernando Alonso und Renault Fernando Alonso und Renault Fernando Alonso und Renault

Formel 1: McLaren-Boss: "Alle wollen Alonso"

— 17.04.2017

"Mit einem guten Auto bleibt er 2018"

McLaren-Hondas Krise geht in Bahrain munter weiter. Fernando Alonso motzt am Funk, Boss Zak Brown nimmt Stellung zu den Wechselgerüchten.

Bei McLaren jagt derzeit ein Tiefpunkt den nächsten. In Bahrain bekam das besonders Stoffel Vandoorne zu spüren, der nach einem Problem an Hondas MGU-H nicht einmal starten konnte! Der gleiche Defekt hatte den Belgier auch schon am Freitag im Training heimgesucht, Teamkollege Fernando Alonso dann im Qualifying am Samstag. Der Spanier polterte nach dem Rennen: „Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es für Stoffel heute Pech war, dass er nicht am Rennen teilnehmen konnte - oder Glück...“

Bei Alonso sprühten auch am Funk die Funken...

Alonso hielt den MCL32 zwar lange im Kampf um die Punkteränge. Kurz vor Schluss funkte er dann aber an seinen Kommandostand: „Motor-Problem! Ich komme an die Box.“ Pikant: Spanische Journalisten wollen erfahren haben, dass der Ex-Weltmeister McLaren bereits mehrfach angedroht hat, im Rennen zwar 100 Prozent zu geben, solange Punkte möglich sind - sobald dies aber nicht mehr der Fall ist, den Wagen abzustellen.

Vorausgegangen war am Sonntag Alonsos nächste Schimpftirade am Funk: „Die anderen Autos sind am Anfang der Geraden 300 Meter hinter mir und können mich trotzdem überholen. Ich bin noch nie mit weniger Power gefahren“, klagte der Astrurier aus dem Cockpit heraus. Als das Team ihm daraufhin eine alternative Strategie vorschlug, giftete Alonso zurück: „Macht doch was ihr wollt!“
Alle Infos zum Rennen: So lief der Bahrain GP

Stehen die Zeichen mit dem Auslaufen von Alonsos Vertrag zum Jahresende also auf Trennung? Wie AUTO BILD MOTORSPORT exklusiv berichtete, bemüht sich Alonsos Ex-Team Renault intensiv um eine Verpflichtung des Spaniers für 2018. McLaren-Boss Zak Brown wollte davon am Sonntag in Bahrain nichts wissen, spielte die Angelegenheit herunter. „Wenn Fernando einen Kaffee mit Freunden trinkt, ist das noch nichts, was uns beunruhigt“, sagte der Amerikaner mit Blick auf die Gespräche mit den Renault-Verantwortlichen - und bestätigte diese damit gleichermaßen.

McLarens Zak Brown (r.) mit F1-Boss Ross Brawn

Doch auch Brown weiß: „Man darf nicht überrascht sein, dass alle mit ihm reden wollen, die ein freies Cockpit haben.“ Der McLaren-Boss ist dennoch zuversichtlich, dass sein Star-Pilot im Team bleibt. „Wenn wir ihm ein gutes Auto geben können, können wir ihn auch halten“, so Brown. Doch genau hier liegt McLarens großes Problem: Das gute Auto ist derzeit meilenweit entfernt, der Rückstand auf die Spitze eklatant.

„Natürlich sind wir darüber alle frustriert, aber da müssen wir jetzt durch“, so Brown, der immerhin ankündigte: „Wir hoffen, dass es mit der Europa-Saison, spätestens aber zur Jahresmitte, besser wird. Dann sehen wir ein paar neue Sachen am Auto und auch der Power-Unit.“ Diese müssen Alonso überzeugen - sonst fährt der Spanier nächste Saison in Gelb statt in Orange.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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