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Formel 1: McLaren und seine Motorenpartner

— 20.09.2017

Das Debakel mit Honda in Zahlen

McLaren wechselt 2018 den Motorpartner: Renault wird bereits der neunte Hersteller sein, mit dem McLaren zusammenarbeitet. Die Bilanz der Partnerschaften.

Die Odyssee von McLaren mit Honda hat am Ende des Jahres sein Ende. Dann kommt Renault als neuer und neunter Partner fr McLaren an Bord. Schon seit 1966 ist McLaren in der Formel 1 aktiv, aber noch nie mit Renault. 1994 wre es beinahe schon zur Liaison zwischen den Franzosen und McLaren gekommen. Damals wollte Ron Dennis sogar das Ligier-Team kaufen, um an die damals besten Aggregate heranzukommen. Die Plne scheiterten, stattdessen kaufte sich Flavio Briatore Ligier und brachte die Triebwerke zu Benetton. Es war die Kombination, die Michael Schumacher 1995 zu seinem zweiten WM-Titel verhalf.

Dieses Mal ist Renault kein Wunschpartner von McLaren, sondern ein Notnagel. Mercedes und Ferrari weigern sich, das britische Traditionsteam mit Motoren zu beliefern. Sie wollen keinen Mitkontrahenten strken. Weil aktuell nur vier Hersteller in der Formel 1 vertreten sind, blieb fr McLaren eben nur Renault brig.
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McLaren wollte weg von Honda. Die Bilanz ist ernchternd: 53 Rennen ohne Sieg, nur 2,2 Punkte im Schnitt schlechter war McLaren zuletzt 1970 mit Alfa Romeo. Aber damals war das kein Werksprojekt der Italiener, sondern McLaren setzte umgebaute Sportwagenmotoren ein. Mit vier Herstellern blieb McLaren bisher sieglos: Der Serenissima-Motor war 1966 aber nur fr ein Rennen im Heck des McLaren-Flitzer vor, die BRM-Triebwerke 1967/68 nur fr sieben Luf, die Alfa-Triebwerke waren 1970 umgebaute Sportwagen-Motoren und Peugeot war 1994 nur eine Saison dabei. 

Am erfolgreichsten war fr McLaren bisher die Partnerschaft mit Porsche: Mit 36,76 Prozent war die Siegquote beeindruckend. In drei von vier Jahren erzielte diese Kombination den WM-Titel! Die erste Honda-ra von 1988 bis 1992 war theoretisch noch erfolgreicher: Aber die zweite Honda-ra drckt die Siegquote von 55% auf 33,08%. Sie liegt damit aber immer noch vor der Quote mit Ford (25,00%) und Mercedes (21,81%).

Alle Motorpartner von McLaren sortiert nach Anzahl der Rennen
1. Mercedes (1995-2014) 353 Rennen
2. Ford (1966/1968-1983/1993) 140 Rennen
3. Honda (1988-1992/2015-2017) 133 Rennen
4. Porsche (1983-1987) 68 Rennen
5. Peugeot (1994) 16 Rennen
6. BRM (1967/1968) 7 Rennen
7. Alfa Romeo (1970) 4 Rennen
8. Serenissima (1966) 1 Rennen

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Twitter/@F1; Hersteller

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