Rossi & Stevens

Formel 1: Mehrere Teamkollegen für Wehrlein?

— 12.02.2016

Haryanto, Maldonado, Stevens, Rossi

Weil offenbar kein Fahrer die geforderte Mitgift von 15 Millionen Euro aufbringen kann, könnte Pascal Wehrlein 2016 gleich mehrere Teamkollegen bekommen.

Insgeheim hofft Pascal Wehrlein (21), dass sich die Entscheidung, wer in seiner ersten Formel-1-Saison sein Teamkollege wird, noch etwas nach hinten verschiebt. Dann könnte der 47. deutsche F1-Pilot in Barcelona ab dem 22. Februar vielleicht sogar vier Tage im Manor-Mercedes testen. „Es schadet nie, viel zu fahren“, hält Wehrlein fest.
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Doch die Manor-Teamführung drängt auf eine Entscheidung. Am Mittwoch reiste Sportchef Abdulla Boulsien nach Indonesien und traf sich mit einer Delegation um den GP2-Fahrer Rio Haryanto (23). Er will der erste indonesische GP-Fahrer der Geschichte werden, scheitert aber seit Wochen daran, die dafür nötige finanzielle Mitgift aufzutreiben. Manor verlangt 15 Millionen Euro und setzt ihm dafür eine Deadline bis kommenden Dienstag, 16. Februar. Weil die Zeit drängt, hat Haryanto inzwischen sogar eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

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Maldonado Maldonado Maldonado

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Die anderen drei Kandidaten im harten Kampf um das letzte verbleibende F1-Cockpit – und das in der Reihenfolge ihrer Einsatzchance: Ex-Lotus-Chaosfahrer Pastor Maldonado (30), der US-Amerikaner Alexander Rossi (24) und der Brite Will Stevens (24). Sollte allerdings auch Maldonado keine 15 Millionen Euro auftreiben können, reift bei Manor gerade ein neuer Plan: Haryanto, Rossi und Stevens sollen sich im zweiten Manor-Mercedes abwechseln. Für ca. fünf Millionen Euro dürfen sie jeweils sieben Saisonrennen bestreiten. Haryanto würde mit den ersten fünf Auftaktrennen beginnen und dann im Oktober noch einmal für die Großen Preise von Singapur und Japan zurückkehren. Stevens würde die Europa-Rennen fahren, Rossi alle Läufe auf dem nord- und südamerikanischen Kontinent.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Team auf verschiedene Fahrer setzt. Bei Williams kamen von 1973 bis '76 in vier aufeinanderfolgenden Jahren insgesamt gleich 26 Fahrer zum Zug! Inzwischen schreibt das Reglement eine Höchstzahl von vier Fahrern pro Team vor. Daran würde sich Manor mit dem Plan auch halten.
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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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