Australien GP

Formel 1 - Melbourne: Die Streckenvorschau

— 13.03.2014

Mit Vettel durch den Albert Park

Sebastian Vettel beschreibt für AUTO BILD MOTORSPORT den Kurs in Melbourne - dort steigt am Wochenende der WM-Auftakt der Formel 1 2014.

Beim Start geht es in Australien oft sehr eng zu - siehe 2013 (Bild).

Jones (Kurve 1)


Sebastian Vettel: Die Frage, die man sich beim ersten Start des Jahres mit einem neuen Auto immer stellt: Habe ich all meine Systeme im Kopf zusammen, die ich für einen optimalen Start brauche? Die richtige Dosierung des Gasgebens beim Anfahren, den richtigen Moment, die Kupplung kommen zu lassen? Mit diesen Gedanken fährt man auf die Jones-Kurve zu. Sie ist nicht richtig schwierig, aber Vorsicht: Die Fahrbahn ist nicht sehr breit. Das ist verführerisch, und wenn sich zwei Piloten bei der Wahl ihrer Linie nicht einig sind, kann es leicht krachen.

Sportzentrum (Kurve 3)

Sebastian Vettel: Die Kurve ist sehr, sehr langsam. Aber man unterschätzt gern das Tempo, mit dem man auf sie zufährt. Deshalb rauchen hier bei den ersten Runden im freien Training die Räder öfter beim Anbremsen, weil man ständig zu schnell ist und dann extrem in die Eisen steigen muss. Im Rennen darf das nicht passieren, sonst hat man sich schnell einen Bremsplatten eingefahren.

Gut zu erkennen: Das Stadion mit dazugehörigem Sportzentrum. Die F1 muss hier vom Gas...

Waite (Kurve 12)


Sebastian Vettel: Sie ist extrem schnell - und extrem wichtig. Man lenkt nur kurz ein und versucht, nicht über die Randsteine rechts zu poltern. Wenn man nur ganz kurz vom Gas gehen muss, verliert man entscheidende Zeit. Der Hintermann fährt dann locker vor der Ascari vorbei.

Senna (Kurve 15)

Sebastian Vettel: Es ist ganz schwierig, hier den richtigen Einlenkpunkt zu finden. Ich bin immer geneigt, früher das Lenkrad zu drehen, als es die Kurve zulässt. Falls das passiert, muss man extrem vom Gas, um nicht kurz ins Gras zu rutschen. Deshalb ist hier Geduld gefragt. Was mir in Sekundenbruchteilen im Kopf vorgeht, ist etwa das: ‚Warte, warte, warte. Jetzt!‘ Dann reiße ich das Lenkrad nach links, gebe Gas.

Der Kurs in Melbourne schmiegt sich malerisch um den See im Albert Park.

Prost (Kurve 16)


Sebastian Vettel: Die Kurve ist nicht schwierig, aber extrem wichtig. Aus zwei Gründen: Im Qualifying muss man extrem früh Gas geben und trotzdem das Auto nicht rutschen lassen, um optimal für die Zielgerade zu beschleunigen. Im Rennen kann man hier einen Überholvorgang einleiten oder abwehren. Es gibt nur ein Problem mit der Prost: Man braucht optimale Haftung der Vorderräder. Denn wenn die an Haftung verlieren, untersteuert man hoffnungslos. Das Auto schiebt dann gefühlte Ewigkeiten über die Vorderachse, ehe man erst sehr spät Gas geben kann.
Fotos: Getty Images / Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.