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Formel 1: Mercedes auf Jahre dominant?

— 16.10.2014

Vorteil gegen die Konkurrenz verteidigen

Nach dem dominanten Konstrukteurstitel will Toto Wolff die Schlagzahl bei Mercedes hoch halten - auch weil die Konkurrenz mit allen Mitteln Druck macht.

Seit dem Rennen in Russland steht Mercedes auf dem Papier als neuer Klassenprimus der Formel 1 fest. Die Silberpfeile sind Konstrukteurs-Champion und waren 2014 noch dominanter als es Red Bull die letzten Jahre ber war. Doch bei aller Feierlaune Ausruhen ist nicht angesagt, wie Mercedes Motorsportchef Toto Wolff (42) in der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT klarstellt: Es zhlt nicht, was wir heute oder gestern erreicht haben, sondern es zhlt nur das nchste Ziel, will der sterreicher gar nicht erst die groe Entspannung im Team aufkommen lassen. Ist Wolff ein Getriebener? Oder kann er den Moment einfach nicht genieen? Falsch. Der Wiener plant nur ganz nchtern die Zukunft.

Gegenwind von Ferrari & Renault

Mit Hamiltons Sieg zuletzt in Sotschi machte Mercedes drei Rennen vor Schluss die Team-WM klar

Wolff zu ABMS: Wenn du erst einmal einen gewissen Vorsprung hast und es gibt keinen groen technologischen Umbruch dann ist es einfacher diesen Vorteil ber Jahre hinaus zu halten. Das ist unser Ziel und wir sind in einer guten Position, aber wir lehnen uns nicht komfortabel zurck. Doch nicht nur bei seinen eigenen Mannen muss Wolff zur Wahrung der aktuellen Vormachtstellung die Motivation hoch halten auch politisch muss er dafr Grabenkmpfe austragen. Hintergrund: Ferrari und die von Renault angetriebenen Teams wollen den Entwicklungsstopp der Antriebseinheiten lockern. Aktuell drfen die Motoren nur bis Februar 2015 weiterentwickelt werden. Ferrari und Renault stinkt das. Sie glauben nicht, dass sie ihren Rckstand auf die Silberpfeile so schnell aufholen knnen.

Mercedes mit Veto

Daher haben sie in der Strategiegruppe der Formel 1 eine Regelnderung auf den Weg gebracht gegen den Willen von Mercedes. Das Problem: Bevor die neue Regel gilt, muss auch die F1-Kommission zustimmen. Doch anders als in der Strategiegruppe kann sie neue Regeln nur einstimmig beschlieen. Und hier liegt Mercedes Chance, denn Toto Wolff kndigte bereits ein Veto der Silberpfeile an: Wir haben in der Strategiegruppe dagegen gestimmt und werden unsere Meinung auch fr die Formel-1-Kommission nicht ndern.

Das geht in keinem Business

Wolff deutlich: Die Formel 1 braucht Stabilitt und ich glaube fest daran, dass man im Oktober keine Regeln frs kommende Jahr ndern kann, einfach weil sie dir nicht passen. Das geht in keinem Business. Auch aus Kosten- und Logistikgrnden ist eine Lockerung des Entwicklungsstopps laut Mercedes wenig sinnvoll. Wolff: Wir glauben nicht, dass wir dieselbe Antriebseinheit gleichzeitig auch unseren drei Kunden zur Verfgung stellen knnen. Auerdem gibt man in jedem Fall mehr Geld aus. Jedes andere Argument kommt nur daher, weil die entsprechenden Teams nicht da sind, wo sie sein sollten.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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