Formel 1: Galerie - Singapur GP

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Formel 1: Mercedes auf Kuschelkurs

— 20.09.2014

Keine Angst vorm großen Knall

0,007 Sekunden Abstand im Kampf um die Pole und trotzdem Friede, Freude, Eierkuchen bei Mercedes? Hamilton, Rosberg & Wolff erklären warum das so ist.

Lewis Hamilton klatschte sich nach seiner Pole-Position beim Großen Preis von Singapur mit seinem Vater Anthony ab. Nico Rosberg holte sich einen Kuss von seiner frisch angetrauten Ehefrau Vivian, die mit Freunden an einem Tisch in der Mercedes-Hospitality saß. Und Toto Wolff schäkerte während seiner Presserunde mit Ehefrau Susie. „Der Feind hört mit“, witzelte er in Anspielung auf ihren Testfahrerinnenjob bei Williams, während draußen der Regen prasselte. Familienidylle im Motorhome von Mercedes. Dabei trennten die Silber-Feinde im Zeittraining nur 0,007 Sekunden. „Mist“, ärgerte sich Rosberg noch im Auto über den minimalen Abstand. Beide Mercedes-Piloten starten aus Startreihe eins in das Rennen auf dem Straßenkurs. Angst vor der nächsten Kollision? Fehlanzeige.

Alles wie vor Spa

Toto Wolff und der Mercedes-Kommandostand vertrauen auf die Vernunft ihrer beiden Piloten

Zwei schwere Goldketten mit glitzernden Kreuzen hängen um Hamiltons Hals, als er sein Team in Sicherheit wiegt: „Alles scheint hier nett und relaxt zu sein – wie vor Spa. Danach war es natürlich etwas schwieriger. Aber diese Zeiten haben wir hinter uns gelassen.“ Nico Rosberg, nur wenige Minuten nach Hamilton mit einer türkisfarbenen Shorts stehend am Mikro, ergänzt: „Im Team läuft zur Zeit alles sehr gut. Ja, wir hatten unsere Schwierigkeiten. Aber die haben wir ausdiskutiert. Jetzt ist alles wieder gut.“

Konkurrenz schließt auf

Die Marschrute ist weiter klar. „Es gilt immer noch, dass die beiden nicht kollidieren dürfen“, sagt Teamchef Toto Wolff zu AUTO BILD MOTORSPORT. „Das haben wir ausführlich diskutiert und das wissen sie auch.“ Trotzdem bleibt eine Frage: Warum war die Konkurrenz plötzlich so nah dran an den Mercedes-Stars? „Ich habe keine Ahnung“, zuckt Wolff ratlos mit den Schultern. Lewis Hamilton verrät: „Mein Auto lag perfekt. Probleme hatten wir jedenfalls keine. Vielleicht haben die anderen ein Updatepaket gebracht, das wir nicht hatten.“

Jordan traut dem Frieden nicht

Ober-Verschwörungstheoretiker Eddie Jordan glaubt: „Beide Fahrer haben bis zuletzt nicht gezeigt, was sie wirklich draufhaben – um sich gegenseitig keine Tricks zu verraten. Das wiederum schadet dem Team, weil es das Auto nicht perfekt abstimmen kann. Nur deshalb haben die anderen aufgeschlossen.“ Noch kein Drama. Das wird es erst, wenn die Konkurrenz nicht nur ran-, sondern auch vorbekommt, weil die Silberfeinde doch wieder kollidieren...

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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