Formel 1: Mercedes dementiert Ausstieg

Wolff sauer auf Jordans Gerüchte

Steigt Mercedes nach 2018 aus? Nach diesen Spekulationen nimmt nun Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff Stellung. Der Österreicher dementiert die Gerüchte.
Mercedes dementiert mit aller Entschiedenheit Aussagen von Ex-Teamchef Eddie Jordan, wonach die Stuttgarter schon Ende 2018 mit dem Werksteam aus der Formel 1 aussteigen könnten.
Monaco ist ein Platz, wo Leute gerne Party machen und es scheint, als hätte einer zu viel gefeiert!“, sagt Mercedes-Sportchef Toto Wolff in einer Aussendung an alle Formel-1-Medien. "Die Berichte entbehren jeglicher Grundlage und reflektieren nicht mehr als schelmische Spekulationen eines Individuums. Mercedes hat feste Verträge für die Teilnahme an der Formel 1 bis Ende 2020 – und ist derzeit mit den neuen Eigentümern des Sports in Diskussionen über den nächsten Wettbewerbszyklus.“

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Auslöser des Mercedes-Ärgernisses: Im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT hatte Jordan auf die Frage, ob Vettel zu Mercedes wechseln würde, geantwortet: „Nein. Weil er bei Ferrari alles hat, was er braucht. Und weil Mercedes Ende 2018 womöglich den Stecker ziehen wird.“

Auf unsere erstaunte Nachfrage "Wie bitte?“ hin, erklärte der Ire: "Ja, ich glaube, sie werden dieses und nächstes Jahr wieder um beide Titel fahren, und dann wird der Vorstand in Stuttgart entscheiden, das Team zu verkaufen und nur noch als Motorhersteller in der Formel 1 zu bleiben. Ich würde das genauso machen. Denn Mercedes hat alles gewonnen. Ab jetzt können sie nur noch schlechter werden. Dann ist es doch besser, die Kosten zurückzufahren und sich auf ihr altes Kerngeschäft in der Formel 1 zu beschränken: nämlich Hightech-Antriebe zu entwickeln und zu liefern.“
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Jordan verriet zudem einige Hintergründe seiner Denkweise: "Ich habe in Monaco ein längeres Gespräch mit Dr. Zetsche (64; Daimler-Konzernchef, die Red.) gehabt. Ich habe ihm meine Gedanken mitgeteilt, und er hat mir nicht das Gefühl gegeben, dass sie falsch sind."
Dass Mercedes den Aussagen des „Orakels“, wie Jordan in der Szene nach seinen richtigen Voraussagen des Schumacher-Comebacks und -Rücktritts bei Mercedes auch genannt wird, so große Bedeutung beimisst, ist ungewöhnlich. Das Dementi könnte aber auch deshalb notwendig geworden sein, weil Deutschlands größte Motorsport-Plattform im Internet heute berichtet: "Informationen von 'Motorsport-Total.com' zufolge wird mit einem Interessenten aus Asien verhandelt."

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Renault Sport F1/Twitter

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