Formel 1: Die besten Bilder vom Spanien GP

Formel 1: Mercedes-Dominanz zurück?

Hamilton: „Dann fahre ich noch sehr lange“

Lewis Hamilton feiert in Spanien einen dominanten Sieg. Wie sich der Brite wieder seiner Topform annähert und warum Toto Wolff dem Braten nicht traut.
Ist die Mercedes-Dominanz in der Formel 1 nach dem Doppelsieg beim Spanien GP zurück? „Es hat sich speziell und sehr stark angefühlt heute“, strahlt Lewis Hamilton nach seinem Triumph in Barcelona. „Die Jungs haben in der Fabrik einen tollen Job mit dem Auto gemacht. Vorher hatte ich keine Ahnung, wie das Rennen läuft. Aber schon mein Start war super, danach war ich überrascht: Keiner konnte mit mir mithalten, ich war fast eine Sekunde schneller pro Runde.“

Die Gegner abgehängt: Hamilton in Barcelona

Auch in Baku vor zwei Wochen gelingt Hamilton der Sieg - dort jedoch unter ganz anderen, glücklichen Umständen. Der Sonntag in Spanien erinnert schon mehr an die ein oder andere Machtdemonstration aus dem Vorjahr. „So nah dran wie heute war ich dieses Jahr noch nicht an der Form, wie ich sie letzte Saison oft zeigen konnte“, gibt Hamilton zu.
Die Gründe für seine Anlaufschwierigkeiten 2018 will der Mercedes-Star nicht verraten, er räumt aber ein: „Bis jetzt ist es das härteste Jahr, das ich je hatte: Im Auto, neben der Strecke, persönlich. Und trotzdem ist dieser Wille zu Siegen und die Leidenschaft größer als jemals zuvor.“ Für Hamilton selbst ein Rätsel: „Ich verstehe nicht, wie das sein kann, weil ich all das ja schon so oft hatte“, sagt er mit Blick auf seine Erfolge. Grinsend fügt der WM-Spitzenreiter an: „Wenn ich dieses Gefühl behalte, werde ich wohl noch sehr lange Rennen fahren.“
Worte, die vor allem Mercedes-Teamchef Toto Wolff freuen. Ein neuer Dreijahresvertrag mit dem Weltmeister steht kurz vor der Unterzeichnung. Hamilton ist für Wolff auch der Faktor, warum Mercedes' Spanien-Sieg so spielend leicht aussieht. „Lewis war vorne herausragend. Aber es war heute nicht so komfortabel, wie es wirkte“, sagt der Österreicher mit Blick auf den silbernen Doppelerfolg. „Valtteri (Bottas; d. Red.) hatte am Ende zum Beispiel starke Vibrationen.“

Freude am Podium: Bottas sorgt für den Doppelsieg

Der Finne selbst klärt auf: „Durch den frühen Stopp musste ich fast 45 Runden auf den Mediums fahren. Es war schwer, das Team hat die Strategie aber richtig hinbekommen. Vor dem Rennen hätten wir nicht erwartet, dass Einstopp hier möglich ist“, sagt Bottas.
Weil der Mercedes die neuen Pirelli-Reifen aber besser behandelt als der Ferrari, fahren die Silberpfeile der roten Konkurrenz davon. An eine dauerhafte Wachablösung an der Spitze glaubt Teamchef Wolff trotzdem nicht: „Wir waren auch bei den Wintertests hier sehr gut, die Strecke liegt uns. Beim nächsten Rennen in Monaco kann das schon wieder ganz anders aussehen. Dort wartet ein Kurs, auf dem wir die letzten Jahre schon oft gelitten haben. Wir bleiben deshalb lieber vorsichtig.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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