Die besten Bilder aus Sepang

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Formel 1: Mercedes-Duell in Malaysia

— 01.10.2016

Rosberg setzt auf den Start

Die Silberpfeile liefern sich in Sepang das nächste Duell um den Sieg. Hamilton selbstbewusst, doch WM-Leader Rosberg hofft auf Vorteil beim Reifenverschleiß.

Lewis Hamilton wirkte nach dem Qualifying wieder locker und selbstbewusst. Sollte er nach der klaren Niederlage gegen Teamkollege Nico Rosberg in Singapur Selbstzweifel gehabt haben - jetzt sind sie jedenfalls völlig verschwunden. Nur im ersten Qualifyingsegment war Rosberg auf Augenhhöhe mit seinem britischen Teamkollegen. Die vier Zehntelsekunden, die Hamilton in Q3 schneller war als der Deutsche, spiegelten die Kräfteverhältnisse besser wieder.
So lief das Qualifying im Malaysia: Hamilton holt die Pole

"Ich fühlte mich von Anfang pudelwohl hier im Auto", erklärte Hamilton nach dem Qualifying seine souveräne Vorstellung. Zwischen den Zeilen konnte man dabei einen Hinweis auf sein verkorkstes Singapur-Wochenende lesen. Mit der Nachricht: Wenn alles normal läuft, ist er der Schnellere der beiden.

Glückwünsche für Hamilton vom Team nach der Pole

Rosberg betrieb mit seinem zweiten Platz Schadensbegrenzung. Er stand bei seiner letzten Ausfahrt unter Druck: Nach zwei Fahrfehlern war er nach seiner ersten Runde nur Fünfter. "Ich wusste aber, dass ich ein schnelles Auto habe", so Rosberg, "und dass es deswegen kein großes Problem sein sollte, in die erste Startreihe zu fahren."

Rosberg wirkte trotz der Trainingsniederlage sehr entspannt. Er lieferte auch gleich den Grund dafür mit: "Die Pole ist nicht mehr so wichtig, das hat man ja dieses Jahr gesehen, sondern der Start. Ich bin deshalb sehr optimistisch für das Rennen morgen."

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Hinter vorgehaltener Hand macht den Deutschen auch der größere Reifenverschleiß seines Teamkollegen siegessicher. Rosberg glaubt, dass er mit der besseren Haushaltung des Pirelli-Gummis auch dann überholen kann, wenn Hamilton diesmal den Start gewinnt. Die Analyse der Longruns am Freitag zumindest gibt Rosberg Recht. Nur Verstappen war etwas schneller als der Deutsche. Hamilton hatte bei den Rennsimulation deutlich Abstand.

Im Qualifying fehlten Rosberg am Samstag vier Zehntel

Vielleicht auch deshalb ist Hamilton eher noch vorsichtig mit seinen Prognosen. "Ich erwarte auch großen Druck im Rennen von Red Bull, die nah an uns dran sind." Über den Start, Hamiltons große Schwäche in den letzten beiden Rennen, will er nicht viel sagen. "Wir haben das gleiche Kupplungsystem wie bisher. Meine Ingenieure und ich können nichts anderes tun als jedes Wochenende mehr über das System zu lernen."

Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist das Rennen morgen völlig offen: "Ich kann nur eins sagen: Beide bekommen wie immer das absolut identische Material." Es war eine kleine Anspielung auf einen versteckten Vorwurf Hamiltons. Der Weltmeister hatte sich darüber beschwert, dass Mercedes vor der Saison die Mechanikercrew von Rosberg und Hamilton ausgetauscht hat und deren Sinn nicht erkannt. Den versteckten Vorwurf des Briten, Mercedes wollte dadurch Rosberg stärken, hatte jeder verstanden.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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