Die besten Bilder aus Baku

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Formel 1: Mercedes in Baku

— 17.06.2016

Hamilton macht Druck auf Rosberg

Lewis Hamilton jagt beim Europa GP in Baku seinen dritten Sieg in Serie. Gelingt der, muss Nico Rosberg schon Zweiter werden, um in WM-Führung zu bleiben.

In der Formel 1 geht alles schneller. Manchmal auch die Zeitrechnung. So zumindest muss es Nico Rosberg dieser Tage vorkommen. Gar nicht lange ist es her, da strandete sein ärgster WM-Rivale Lewis Hamilon im Monaco-Qualifying mit einem technischen Problem zu Beginn von Q3 in der Box. Hamilton konnte zwar noch an der Session teilnehmen, verpasste aber als Dritter hinter Daniel Ricciardo und Rosberg die so wichtige Pole-Position auf dem engen Stadtkurs. Niedergeschlagen präsentierte sich Hamilton damals, auch auf Grund von satten 43 Punkten Rückstand in der WM.

Nicht einmal drei Wochen später stand am Freitag in Baku wieder ein Mercedes mit einem technischen Defekt auf einem Stadtkurs: Doch diesmal war es der von Rosberg.
So lief der Freitag in Baku: Hamilton zweimal Schnellster

Hamilton kam den Mauern in Baku gefährlich nahe

Sein Vorsprung in der WM ist mittlerweile auf nur neun mickrige Punkte zusammengeschmolzen. Hamilton gewann die beiden letzten Rennen in Monaco und Kanada, während Rosberg Probleme hatte. Diese Probleme setzten sich am ersten Tag in Baku fort. „Die Analyse läuft noch“, ließ Rosberg in Bezug auf seinen Defekt wissen. Doch auch ohne den vorzeitigen Feierabend 20 Minuten vor Sessionende, dürften die ersten Trainingsergebnisse in Aserbaidschan Rosberg zu denken geben. Drei Zehntel im ersten und sieben Zehntel im zweiten Training betrug sein Rückstand auf Hamilton. Plus: „Die Pace auf einer Runde war heute für mich echt kniffelig“, wie er einräumte.

Bringt das augenscheinliche Tief den WM-Führenden aus dem Konzept? Und wie würde Hamilton an Rosbergs Stelle mit der aktuellen Situation umgehen, wollte ein Reporter am Freitag in Baku wissen. „Ich müsste raten. Aber eigentlich kann ich es nicht beantworten...“, lautete Hamiltons Antwort. Die selbstbewusste Erklärung dafür: „... weil mir sowas noch nie passiert ist.“ Mit zusätzlichen verbalen Sticheleien versuchte der Brite seinen Widersacher aber nicht unter Druck zu setzen – das macht er schon auf der Strecke. So gab es stattdessen Lob: „Nico wirkt nicht sehr beunruhigt, also würde es mich in seiner Situation wohl auch nicht beunruhigen“, ging Hamilton noch einmal auf die Ausgangsfrage ein und fügte hinzu: „Er hat sich dieses Jahr nochmal gesteigert. Ich freue mich auf die weiteren Duelle mit ihm.“

Rosberg muss sich erneut mit Problemen rumschlagen

Mit Blick auf seine ersten Eindrücke in Baku, erklärte der Weltmeister: „Heute war natürlich ein schöner Start ins Wochenende.“ Revidieren musste er seine Meinung vom Vortag, als er den neuen Kurs als „nichts Besonderes“ bezeichnet hatte. „Die Strecke ist schon nicht so einfach – nicht, weil das Layout besonders schwierig wäre, sondern weil es sehr rutschig ist“, so Hamilton, der sich im ersten Training selbst dreimal im Notausgang wiederfand, inklusive einer kleinen Mauerberührung ohne Folgen. „Was die Nähe der Wände angeht, erinnert der Kurs an Monaco, aber mit viel mehr Speed und einer besonders glatten Asphaltoberfläche.“

Sich und seinen F1-Kollegen prognostizierte Hamilton daher ein „hartes Wochenende. Man muss sich hier schon sehr konzentrieren, aber das mag und genieße ich.“ Teamkollege Rosberg hingegen haderte, neben dem Problem an seinem Mercedes und dem Abstand auf Hamilton, mit noch etwas ganz anderem: „Die Strecke ist zwar sehr cool, aber einige Sicherheitsbedenken bleiben. Die Einfahrt in die Boxengasse sollte man sich noch einmal genau anschauen und auch ein paar Auslaufzonen sehen nicht toll aus“, meinte der 30-Jährige. Allerdings fügte Rosberg auch an: „Ich vertraue diesbezüglich der FIA. Die haben schließlich die Daten.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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