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Formel 1: Mercedes mit Comeback

— 07.10.2017

Bleibt der Silberpfeil so stark?

Mercedes fliegt im Suzuka-Qualifying - das Aero-Update der Silberpfeile funktioniert auf einmal. Warum das aber nur die halbe Miete in Suzuka ist:

Es ist eine Demontage der Konkurrenz und der Beweis: Mercedes' Aero-Update funktioniert doch! Nachdem der Silberpfeil in Malaysia noch eine Wundertüte war, deklassierten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas in Suzuka sowohl die Ferraris als auch die Red Bulls. Und das mit demselben Auto wie in Sepang.

Lewis Hamilton fuhr überlegen zur Pole in Suzuka

Auch in Malaysia fuhr man den neuen Unterboden mit zusätzlichen Heckflossen, den vergrößerten Schaufelflügel an der Nase und verfeinerte seitliche Luftleitbleche. Interessant: Mit zwei horizontalen Blechen generiert Mercedes kleine Wirbel, die den Unterboden abdichten und den Anspressdruck so noch einmal erhöhen (s. Zeichnung oben). Es ist Mercedes' Geheimrezept für einen Kurs wie Suzuka, der mit seinen vielen schnellen und extrem langgezogenen Kurven sowohl viel Abtrieb als auch wenig Luftwiderstand erfordert: Am Silberpfeil wird der Anpressdruck über den Unterboden generiert.

Starpilot Lewis Hamilton schwärmt nach seiner ersten Suzuka-Pole: "Ich hatte hier noch nie eine so gute Balance im Auto." Motorsportchef Toto Wolff bestätigt: "Die Streckencharakteristik passt perfekt zu unserem Auto." Aber nicht nur die Kurvenkombinationen passten, sondern auch Grip und Temperatur. Der W08 bevorzugt geringe Asphalttemperaturen und wenig Grip. Dazu passt: Der Gummibelag vom Freitag wurde am Samstagvormittag vom Regen weggewaschen. Perfekte Bedingungen also für Mercedes.

Mercedes lacht: Toto Wolff, hier mit Valtteri Bottas

Toto Wolff warnt aber auch: "Im Longrun waren wir am Freitag nicht so gut." Deshalb kann im Rennen schon wieder alles ganz anders aussehen. Denn: Am Sonntag kommt der Sommer zurück nach Japan. Suzuka erwartet Sonne und Temperaturen um die 26 Grad. Gewinnt die Piste während des Rennens auch an Grip, könnte sich das Blatt schnell wenden. Denn unter solchen Bedingungen ändert sich die Balance des Autos - zum Negativen. Die Folge: Der Reifenverschleiß steigt.

Hamilton baut schon mal vor: "Ich erwarte, dass Ferrari morgen schnell sein wird, denn das sind sie für gewöhnlich im Rennen. Deshalb werden wir auch morgen eine gute Performance zeigen müssen." Dabei ist der Brite zunächst auf sich allein gestellt. Teamkollege Bottas muss nach einem Getriebewechsel fünf Startplätze zurück auf Platz sechs.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Paolo Filisetti / Picture-Alliance

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