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Formel 1: Mercedes patzt in Spanien

— 16.05.2016

Ferrari kann nicht profitieren

Ferrari bekam den Sieg in Barcelona nach dem Mercedes-Crash auf dem Silbertablett serviert, unterlag aber Red Bull. Falsche Reifenwahl bei Sebastian Vettel.

Wenn die beiden Silberpfeile sich gegenseitig eliminieren, ist die Formel 1 interessant wie selten. Das musste sogar Mercedes-Sportchef Toto Wolff feststellen. Wolff ganz ernst: „Nachdem wir draußen waren, war es ein spannendes Rennen. Ein neuer Star (Max Verstappen; d. Red.) wurde geboren. Und Ferrari hat viele Punkte gemacht und aufgeholt.“
So lief der Spanien GP: Verstappen gewinnt in Barcelona

Allein: Für die Scuderia muss es einer Niederlage gleichkommen, dass sie vom Mercedes-Dilemma nicht maximal profitieren konnte. Dabei hatten sich sowohl Ferrari als auch Red Bull mit ihren Top-Piloten Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo verpokert. Beide setzten ihre Nummer-eins-Fahrer auf eine Dreistoppstrategie. „Wir wollten beide Autos splitten“, berichtet Vettel, der aber schnell feststellen musste. „Die Zweistopp war schneller. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.“

Ferraris Stars verloren in Barcelona gegen Verstappen

Die Ausgangsposition nach dem Start: Vettel und Räikkönen hingen auf Rang vier und fünf hinter Carlos Sainz fest. Als beide den Spanier kassiert hatten, galt es von Platz drei aus weiter nach vorne zu fahren. Vettel erklärt: „Das Hauptziel war am Führenden (Ricciardo; d. Red.) vorbeizukommen, das hatten wir ja auch geschafft. Der Unterschied mit einem frischeren Reifen war aber nicht so groß, um die entstandene Lücke anschließend zuzufahren.“ Mit einem früheren letzten Stopp hatte Vettel den Australier aufgeschnupft. Doch da war der Rückstand schon zu groß. Vettel: „Die Red Bull waren auf den Medium schneller. Schade, wenn der Sieg auf dem Tablett zu sehen ist und man ihn dann doch nicht greifen kann.“

Dazu kommt: Vettel muss aufpassen, dass er keinen Ruf als Motzki bekommt. Nach einer harten aber misslungenen Attacke von Ricciardo hatte sich der Heppenheimer lautstark am Funk beschwert: „Ehrlich, was machen wir denn hier? Das ist doch kein Ping Pong.“ Erst mit einigem Abstand sah der Hesse die Situation gelassener. „Wenn ich in dem Moment nicht mitspiele, knallt’s. Im ersten Moment regt man sich auf, aber ich hätte es wahrscheinlich genauso probiert.“

Küsschen für den Pokal: Doch es war nur der für P3

Ferrari-Boss Sergio Marchionne, der extra nach Barcelona gereist war, scheint währenddessen eine neue Strategie im Umgang mit seinem Team zu fahren. Nachdem er den Druck zuletzt immer wieder erhört hatte, schlug er in Spanien ruhigere Töne an. „Ich glaube immer noch, dass wir zwei der besten Fahrer der Welt haben, wir haben vielleicht die besten Fahrer. Das Team ist in der besten Verfassung, die ich in einer langen, langen Zeit gesehen habe. Wir müssen jetzt einfach gewissenhaft weiterarbeiten, um unsere Probleme zu lösen.“

Dass Red Bull zu einem gleichwertigen und teilweise sogar besseren Gegner erwachsen ist, dürfte dem Präsidenten dabei allerdings kaum gefallen.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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