Die Styles des Lewis Hamilton

Formel 1: Mercedes rätselt in der Wüste

Hamilton: „Ferrari einfach brutal schnell“

Lewis Hamilton startet in Bahrain nur als Neunter. Mit einer alternativen Strategie will er nach vorne kommen - Attacke auf Ferrari wird aber schwer.
Valtteri Bottas bringt es in seiner finnisch-kühlen Art nach dem Qualifying am besten auf den Punkt: „Die roten Autos waren schneller“, sagt er nach Startplatz drei in Bahrain, hinter beiden Ferraris. Immerhin Teamkollege Lewis Hamilton kann Bottas schlagen. Für den britischen Weltmeister ist das aber noch das kleinste seiner Probleme. Denn wegen einer Getriebestrafe startet Hamilton am Sonntag sogar nur als Neunter.

Mercedes kann in Bahrain nicht mit Ferrari mithalten

„Natürlich war Platz eins heute das Ziel, aber Ferrari war zu schnell und Valtteri hatte dann auch ein sehr gute Runde“, so Hamilton, dem klar ist: „Einfach wird es morgen nicht. Aber ich gebe alles, um zurückzuschlagen.“ Der vielleicht letzte Trumpf des Weltmeisters ist dabei eine alternative Reifenstrategie. „Mit den weichen Reifen sollte ich länger fahren können, dann wird man sehen, was passiert. Ich quetsche jedenfalls alles aus dem Auto raus“, so Hamilton, der auf ein Safety-Car hofft.
Allein: Ob das in der Wüste von Bahrain reichen wird, um Ferrari zu attackieren, ist fraglich. „Wir müssen in erster Linie einmal bescheiden bleiben, denn was Ferrari heute wieder geleistet hat, ist wirklich stark. Das muss man einfach anerkennen“, räumt auch Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff ein.
So lief das Qualifying: Vettel brät die Konkurrenz ab
Die Temperaturen, aber auch die Streckencharakteristik in Bahrain kommen dem Mercedes nicht wirklich entgegen. Wolff: „Wir haben das in den letzten Jahren ja schon öfter gesehen. Wenn die Temperaturen so hoch sind und der Asphalt so grobkörnig, dann sind sie einfach stärker als wir.“ Fürs Rennen fürchtet Wolff, wird sich daran nicht so viel ändern - zumal wegen Hamiltons Handicap mit Blick auf den roten WM-Widersacher „schon einige Autos dazwischen“ liegen.

Lewis Hamilton steht von P9 ein hartes Rennen bevor

„Ferrari hat jetzt natürlich die besten Karten. Es kommt darauf an, ob Valtteri seine Pace halten kann und wie schnell Lewis nach vorne kommt. Aber ich denke schon, dass der Ferrari-Zug vorne wegfahren wird“, resigniert Wolff ein kleines bisschen.
Auch Hamilton hört sich in Bezug auf die große Wende am Sonntag eher pessimistisch an. „Fakt ist, dass wir und auch Red Bull jetzt schon unter Druck sind, mit Ferrari schrittzuhalten. Sie sind einfach überall und auf jedem Reifen brutal schnell. Das wird also eine schwierige und lange Saison.“ Und für den neuntplatzierten Hamilton am Sonntag erst mal ein schwieriges und langes Rennen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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