Fahrer- und Teamnoten Spielberg

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Formel 1: Mercedes-Rivalen

— 06.07.2016

Ecclestone warnt vor Stallorder

Nach der Kollision zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg diskutiert der gesamte Formel-1-Tross eifrig: Was soll Mercedes-Chef Toto Wolff jetzt machen?

Das Mercedes Stall-Duell zwischen Lewis Hamilton (31) und seinem Teamkollegen Nico Rosberg (31) spitzt sich vor Hamiltons Heimrennen am Wochenende in Silverstone zu. Weltmeister Hamilton, der nach dem Crashrennen von Spielberg, (Hamilton gewann, der in der letzten Runde führende Rosberg wurde Vierter) elf Punkte Rückstand auf Rosberg hat, befürchtet eine Stallorder zu Gunsten des Deutschen.
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Deshalb heizt er gezielt die Stimmung an. "Sie sollten uns weiterhin frei fahren lassen", fordert der Brite. Unterstützung erhält er von F1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone (85). "Ich habe mit Toto Wolff (Mercedes-Teamchef, die Red.) gesprochen und ihn davor gewarnt, eine Stallorder anzuwenden. Das würden die Fans Mercedes nicht verzeihen. Wenn es wieder kracht haben wir die Rennkommissare, um den Fall auszusortieren."

Rosberg & Hamilton bekämpfen sich bis aufs Äußerste

Objektive Beobachter sehen den Fall allerdings anders. Red-Bull-Teamchef Christian Horner (44) rät Mercedes: "Sie sollten über ihre Fahrer nachdenken. Ich glaube nicht, dass Hamilton und Rosberg auf Dauer die Lösung sind."

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht Rosberg nach dem Crash von Spielberg im Gespräch mit ABMS im Nachteil. "Für ihn war es nicht gut, was dort passiert ist. Aus doppelter Hinsicht: Einmal gibt man ihm intern die Schuld für die Kollision. Zweitens fuhr Mercedes-Junior Pascal Wehrlein mit dem Manor ein überragendes Rennen und meldete so seine Ansprüche auf das Mercedes-Cockpit an." Rosbergs Problem: Auch wenn sich Mercedes und er über eine Vertragsverlängerung so gut wie einig sind – so lange nichts unterschrieben ist, ist alles möglich. Sogar ein Wechsel zu McLaren oder Ferrari!

Bernie Ecclestone warnt die Mercedes-Bosse

Zudem erinnert die Situation nach Spielberg an das Rennen in Spa 2014. Damals kollidierten Hamilton und Rosberg das erste Mal. Die Mercedes-Verantwortlichen schlachteten Rosberg danach in der Öffentlichkeit regelrecht. Ergebnis: Rosberg fand nicht mehr zu seiner Form zurück, Hamilton wurde am Ende überlegen Weltmeister.

Daraus hat der Deutsche gelernt. Seine Aussagen machen jetzt aber klar: Er wird auch in Zukunft dagegenhalten und nicht mehr zurückziehen, wenn Hamilton attackiert.

Die Mercedes-Teamführung hat jetzt ein Problem. Motorsportchef Toto Wolff will seien Silberfeinde am Donnerstag in Silverstone zum Krisengipfel bitten. McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale rät in SPORT BILD: "Eine Runde vor Schluss müssen die Positionen gehalten werden, um Doppelsiege zu sichern. Das haben wir mit Senna und Prost und Senna und Berger auch gemacht, um Kollisionen in letzter Sekunde zu vermeiden."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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