Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

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Formel 1: Mercedes-Sieg in Russland

— 30.04.2017

Bottas feiert ersten Grand-Prix-Sieg

Valtteri Bottas übernimmt mit Mega-Start in Russland die Führung und verteidigte diese bis ins Ziel - trotz größtem Druck von Ferraris Sebastian Vettel.

In einem spannenden Finale hat Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (27) den Großen Preis von Russland gewonnen und damit seinen ersten Sieg vor Sebastian Vettel geholt. Auf Rang drei beendete Kimi Räikkönen das Rennen vor dem zweiten Silberpfeil von Lewis Hamilton.

„Das ist unglaublich“, jubelte Bottas. „Es hat ja 80 Rennen gedauert. Dann kommt so eine seltsame Gelegenheit zu so einem Tema zu stoßen - und dann wird so etwas möglich. Mein Start war gut, aber der gute Re-Start nach dem Safety-Car hat mir noch etwas mehr geholfen.“ Bottas hatte sich am Start in Vettels Windschatten angesaugt und beide Ferrari vor der ersten Kurve überholt. Anschließend führte er das Feld in eine Safety-Car-Phase nach einer Kollision von Romain Grosjean und Jolyon Palmer und konnte seine Führung danach ausbauen. In Runde 17 hatte Bottas schon 4,4 Sekunden Vorsprung, führte souverän. Vettel: „Vielleicht hätte ich am Start etwas aggressiver sein können - das war einer der Schlüsselmomente und da muss ich den Hut vor Valtteri ziehen. Sein erster Stint war super, da konnte ich zunächst nicht mithalten.“

Bottas erhält seinen Siegerpokal von Vladimir Putin

Anschließend knabberte Vettel am Vorsprung des Finnen und zögerte seinen Boxenstopp mit reifenschonender Fahrweise heraus. Während Bottas schon in Runde 27 zum Reifenwechsel kam, wartete Vettel bis Runde 34. Als er hinter dem Silberpfeil zurück auf die Bahn kam, hatte er 4,7 Sekunden Rückstand - aber frischere Reifen. Bottas indes kämpfte immer stärker mit seinen supersoften Gummis, büßte bei einem Verbremser eine ganze Sekunde Vorsprung ein.

In den letzten Runden hatte sich Vettel bis auf eine Sekunde an den Mercedes rangerobbt, kam aber nicht mehr am Finnen vorbei. Schuld daran war auch Felipe Massa, der Vettel beim Überrunden abgeklemmt hatte.
Der aktuelle Stand in der WM: Hier im Überblick

Lewis Hamilton haderte besonders zu Beginn des Rennens mit zu hohen Temperaturen an seinem Mercedes und konnte zu keinem Zeitpunkt wirklich angreifen. Der Brite gab sich anschließend einsilbig: „Mercedes hat Ferrari geschlagen. Glückwunsch an Valtteri!“
Red Bull fuhr mit Max Verstappen ein unspektakuläres Rennen auf Rang fünf. Daniel Ricciardo fiel bereits früh mit einer brennenden Hinterradbremse aus. Renault-Pilot Nico Hülkenberg wurde Achter, Sauber-Fahrer Pascal Wehrlein landete hinter seinem Teamkollegen Marcus Ericsson auf Rang 16.

So lief der Samstag in Russland

Sebastian Vettel startet in den Großen Preis von Russland aus der Pole-Position! In einem mega-spannenden Qualifying war er 0,059 Sekunden schneller als sein Teamkollege Kimi Räikkönen und holte die erste Ferrari-Pole seit Singapur 2015. Knapp hinter beiden Scuderia-Piloten wurde Mercedes-Mann Valtteri Bottas mit 0,1 Sekunden Rückstand Dritter. Abgeschlagen auf Rang vier hingegen Vizeweltmeister Lewis Hamilton, dem eine halbe Sekunde auf den Polesetter in Rot fehlt.

"Alles tip top", freute sich Vettel über seine erste Pole des Jahres. "Ich denke, dass ich in meiner besten Runde noch ein bisschen Luft hatte. Es war eine wahre Freude in diesem Auto zu sitzen."

Immerhin: Mercedes war dank des Qualifyingmodus (Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda: "Der bringt zwei Zehntelsekunden.") in Schlagdistanz zu Ferrari. Lauda: "Wir haben das Grundsatzproblem mit dem Aufwärmen der Reifen in den Griff bekommen. Die Sonne hat uns dabei geholfen."

Dit Top-3 im Qualifying: Bottas, Vettel und Räikkönen

Lewis Hamilton konnte davon kaum profitieren. "Ich war einfach nicht schnell genug", erkannte der Brite an. "Wir müssen jetzt herausfinden warum. Im letzten Sektor habe ich eine halbe Sekunde verloren. Es bringt aber nichts, wenn ich jetzt wütend bin. Ich muss meine Gedanken zusammenkriegen und morgen das Beste geben."

Lauda glaubt trotzdem nicht, dass Ferrari leicht zu schlagen sein wird. "Es gibt nicht so viele Strategien morgen - wahrscheinlich wird es nur ein Einstopp-Rennen. Meine Sorge ist: Ferrari ist im Renntrimm nicht langsamer. Bei normalen Rennverlauf wird das schwer."

Renault-Pilot Nico Hülkenberg wurde starker Achter. "Das war ein intensives Qualifiying, ich komme mir vor, als wäre ich einen GP gefahren. Achter ist gut, das war das Maximum, was wir erreichen konnten. Fürs Rennen bin ich skeptisch. Das Auto lag in den Longruns nicht super."

Pascal Wehrlein schaffte es in seinem Sauber auf Platz 18 - trotz eines Drehers kurz vor Schluss von Q1. Wehrlein: "Für Q2 hätte es eh nicht gereicht, aber meine Runde war bis zu dem Zeitpunkt zwei Zehntelsekunden schneller - zwei, drei Zehntel wären noch drin gewesen. Aber hätte, hätte - ist halt nicht.“ Sein Sauber-Teamkollege Marcus Ericsson war zwei Zehntelsekunden langsamer und wurde 19.

So lief das Abschlusstraining:

Auch im letzten freien Training zum Großen Preis von Russland war Ferrari nicht zu schlagen. Die Bestzeit ging in 1:34.001 Minuten an Sebastian Vettel. Der Ferrari-Pilot untermauerte damit die gute Form der Scuderia und stellte gleichzeitig einen neuen Streckenrekord auf. Kimi Räikkönen unterstrich auf Platz zwei die Stärke der Roten. Ihm fehlten 0,337 Sekunden auf seinen Teamkollegen Vettel.

Mercedes blieb erneut nur die virtuelle zweite Startreihe. Aber: Immerhin konnte Valtteri Bottas den Rückstand vom Vortag fast halbieren. Der Finne landete 0,363 Sekunden hinter Vettel. Damit war er erneut schneller als Vizeweltmeister Lewis Hamilton, der sich wie schon am Freitag einige Fahrfehler leistete und vor allem keinen optimalen dritten Sektor erwischte. Folge: Platz vier und 0,541 Sekunden Rückstand sowie die Aussage, Bottas sei der beste Teamkollege, den er je hatte.

Best of the Rest wurde Max Verstappen. Mit 1,451 Sekunden Rückstand scheinen die Red Bull aber chancenlos gegen die dominierenden Ferrari und Mercedes. Es folgte Felipe Massa im Williams (+1,470) vor Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull (+1,829). Renault-Pilot Nico Hülkenberg kam auf Rang acht. Sauber-Pilot Pascal Wehrlein wurde mit 3,6 Sekunden Rückstand Vorletzter.

So lief der Freitag:

Mit einer ultraschnellen Runde auf den ultraweichen Reifen hat Sebastian Vettel sich auf den Kampf gegen die leicht schwächelnden Russland-Regenten von Mercedes eingestimmt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister fuhr am Freitag beim Freien Training zum GP in Sotschi die schnellste Runde des Tages. Als Zweiter bestätigte Teamkollege Kimi Räikkönen die starke Form von Ferrari.

Mit überraschend deutlichem Rückstand folgten die beiden Rivalen von Mercedes: Valtteri Bottas war 0,670 Sekunden langsamer als WM-Spitzenreiter Vettel. Der WM-Zweite Lewis Hamilton hatte auf dem Kurs am Schwarzen Meer immer wieder zu kämpfen und benötigte 0,709 Sekunden mehr. Vor allem der mittlere Sektor der 5,848 Kilometer langen Strecke und die beiden letzten der insgesamt 18 Kurven machten dem Sotschi-Sieger von 2014 und 2015 diesmal Probleme.

Gute Laune bei Vettel: Der Freitag ging klar an Ferrari

Schwierigkeiten gab es auch für Max Verstappen auf Platz fünf. Die zweiten anderthalb Stunden auf dem Sotschi Autodrom endeten sogar vorzeitig für den Holländer, denn der Red-Bull-Pilot musste sein Auto wegen eines Defekts vorzeitig abstellen. Teamgefährte Daniel Ricciardo komplettierte hinter Verstappen die Top-6.

Nico Hülkenberg wurde in der schnelleren zweiten Einheit im Renault Achter, Pascal Wehrlein landete im Sauber auf dem 18. und damit drittletzten Platz.

Nachdem im ersten Training am Vormittag bereits Räikkönen die Nase vorne gehabt hatte, ist klar, dass Ferrari die Silberpfeile auf deren Paradestrecke herausfordern kann. Alle drei bisherigen Grand Prix im Olympia-Dorf hat Mercedes gewonnen, so starke Konkurrenz wie 2017 gab es aber noch nie. Zumindest für das Qualifying am Samstag (14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) sind die Stuttgarter aber weiterhin Favorit. Seit der Rückkehr der Turbos zur Saison 2014 stand 59 von 62 Mal ein Mercedes auf der Pole, auch bei den drei bisherigen Rennen diese Saison war das der Fall.

So lief das erste Training:

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hat beim ersten Freien Training zum Großen Preis von Russland den fünften Platz belegt. Der 29 Jahre alte Ferrari-Pilot war am Freitag bei seiner schnellsten Runde auf dem Sotschi Autodrom 1,156 Sekunden langsamer als Teamkollege Kimi Räikkönen auf Platz eins. Zweiter wurde beim ersten Einfahren für das vierte Grand-Prix-Wochenende in dieser Saison Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettels WM-Verfolger Lewis Hamilton im zweiten Silberpfeil.

Hamilton wurde beim ersten Warmfahren Dritter

Auf Rang vier schob sich Max Verstappen in den ersten 90 Minuten. Pascal Wehrlein wurde im Sauber 18. Nico Hülkenberg kam nicht zum Einsatz, er musste sein Renault-Cockpit für das Training dem Russen Sergej Sirotkin überlassen. Allzu große Aussagekraft haben die Ergebnisse der Session insgesamt noch nicht. Die Teams nutzen sie auf unterschiedliche Weise, um ihre Autos für die Qualifikation am Samstag und das Rennen am Sonntag (jeweils 14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) abzustimmen.

Bereits vor dem Auftakttraining hatte Ferrari in beiden Autos einen neuen Turbolader eingebaut. Folgen hat das zunächst nicht. Es ist die dritte Einheit, die zum Einsatz kommt, vier sind erlaubt. Erst wenn die fünfte eingebaut werden muss, kommt es zu Strafversetzungen in der Startaufstellung. Im Klassement führt Vettel mit sieben Punkten Vorsprung auf Hamilton.
Fotos: Getty Images / Picture-Alliance

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