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Formel 1: Mercedes-Sorgen trotz Rang zwei

— 01.10.2017

Wolff ruft Krisensitzung ein

Mercedes-Sportchef Toto Wolff kann sich über Lewis Hamiltons zweiten Platz nicht freuen. Zu offensichtlich sind für ihn die Defizite am Silberpfeil.

Trotz Platz zwei von Lewis Hamilton, Platz vier von Sebastian Vettel und 34 Punkten Vorsprung auf den Ferrari-Star nach dem Malaysia GP: Bei Mercedes herrscht WM-Alarm! Lewis Hamilton warnt noch auf dem Podium: „Wir haben eine Menge Arbeit mit dem Auto vor uns. Wir hatten dieses Wochenende einfach nicht die Pace, ich hatte im Rennen auf beiden Mischungen Mühe.“

Hamilton konnte Verstappen im Ziel nur gratulieren

Hamilton fuhr sogar im defensiven WM-Modus, ganz entgegen seiner Natur. Zum Überholmanöver von Max Verstappen, bei dem er den Sieg verlor, sagt der Brite: "Ich wusste nicht genau, wie nahe Max dran war. Ich kämpfte mit Problemen mit der Batterie und wollte mich verteidigen, doch dabei nicht zu viel riskieren. Deshalb ging ich nicht zu aggressiv vor und knallte ihm nicht die Tür vor der Nase zu.“

Auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff ist alles andere als begeistert. „Ich bin ziemlich niedergeschlagen“, klagt der Österreicher. „Man darf nicht nur das Resultat heute sehen, sondern muss sich anschauen, wie sehr wir an diesem Wochenende im Vergleich zu den anderen Top-Teams eingebüßt haben. Wenn Max (Verstappen; d. Red.) voll gepusht hätte, wären wir eine halbe Minute hinten gewesen.“ Allein Ferraris Problemen sei es geschuldet, dass Mercedes in Malaysia Schadensbegrenzung betreiben konnte. „Von der realistischen Pace her wären hier wir Fünfter. Das macht uns natürlich Sorgen.“

Wolff ruft deshalb eine Krisensitzung ein! „Jetzt müssen wir genau so eine Aktion starten wie nach Monaco, um zu verstehen, warum der Reifen manchmal im Fenster ist und manchmal nicht. Und warum uns die Temperaturen solche Schwierigkeiten bereiten“, sagt er.

Bottas kam hinter den Red Bulls und sogar Vettel an

Wolff grenzt das Problem der Silberpfeile ein: „Die Reifen haben stark überhitzt. Natürlich gibt es von Strecke zu Strecke Unterschiede, aber hier war das schon extrem. Wir haben es nicht zusammengebracht.“ Das Team muss jetzt „ruhig bleiben und kühlen Kopf bewahren“, fordert der Silber-Boss. Schon in einer Woche geht es im japanischen Suzuka weiter. Seine Hoffnung: „Dort herrscht ein ganz anderes Klima. Vom Papier her sollte uns die Strecke dort besser liegen, denn in Bezug auf Malaysia gab es für uns vorher schon ein paar Fragezeichen.“

Teil eins der Krisensitzung hat schon am Abend in Malaysia stattgefunden – und war offenbar erfolgreich. „Das war eines der besten Debriefings, die ich je hatte“, verrät Hamilton nach der Besprechung in Sepang. „Wenn es richtig scheiße läuft, dann wird mehr gefragt und man geht mehr ins Detail als nach einem Sieg. Meine und die Aussagen Valtteris waren heute ein Volltreffer. Wir haben mit dem Finger auf gewisse Probleme gezeigt. Dinge, von denen man nicht einmal wusste, dass sie dieses Wochenende passiert sind.“

Trotzdem muss diese Aussage von Kimi Räikkönen, der mit Problemen am Turbo das Rennen gar nicht erst aufnehmen konnte, Sorgen machen: „Die Pace, die Vettel heute hatte, ist ermutigend. Wir haben ein gutes Gesamtpaket. Das waren nun einige schwierige Rennen für uns, nächstes Wochenende steht die nächste Herausforderung an und wie gesagt, unser Auto war in letzter Zeit ganz gut, das erwarten wir auch dort.“

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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