Rosberg

Formel 1: Mercedes-Star Nico Rosberg

— 12.07.2016

Auf Häkkinens Spuren

In Hockenheim durfte Nico Rosberg das Auto seines Idols Mika Häkkinen bewegen. Für den WM-Leader ist das eine Rückkehr zum Formel-1-Purismus.

Mercedes-PR-Tag vergangene Woche in Hockenheim. Die Stuttgarter wollen Lust machen auf den Grand Prix im eigenen Land (31. Juli) und bringen ihre historischen Rennwagen ins badische Motodrom. Mit dabei auch Nico Rosberg (31). Der Deutsche weiß, dass er einen Silberpfeil pilotieren soll. Als er erfährt welchen, jubelt er, als hätte er gerade seinen ersten WM-Titel gewonnen ...

Nico Rosberg dreht im Silberpfeil von 1998 Testrunden

Rosberg tigert um den McLaren-Mercedes MP4/13. Mit jenem Silberpfeil wurde sein Idol Mika Häkkinen 1998 zum ersten Mal Champion. „Dieses Auto erinnert mich an meine Kindheit“, verrät er. Weil sein Vater Keke Häkkinen managte, schaute Klein-Nico zum fliegenden Finnen auf. „Seine Erfolge waren auch die meines Vaters. Meist habe ich es vor dem Fernseher nicht ausgehalten, bin immer rausgelaufen, weil das Duell gegen Michael so spannend war. Ich hätte nie gedacht, dass ich das Auto irgendwann mal fahren darf.“

Rosberg nimmt Platz. „Es ist schon erschreckend“, stellt er fest. „1998 ist gar nicht so lange her, aber die Bremsverstellung, die heute mit das Wichtigste ist, war damals so ein Drehknopf, der ständig hakt.“

Der V10 heult auf. Ein Dröhnen in den Boxen von Hockenheim. Rosberg gerät ins Schwärmen: „So ein Zehnzylinder ist schon was Tolles. Das hat mich direkt an meine Zeit als Williams-Testfahrer erinnert.“ Das Kreischen wird lauter. Der Silberpfeil-Star gibt Gas – und würgt den Motor ab: „War aber nicht meine Schuld.“

Cool bleiben, so schaut die Motorkühlung unter der Haube des MP4/13 aus

Das Kreischen ist zurück in Hockenheim. Der McLaren-Mercedes mit Rosberg am Steuer heizt über Start-Ziel. Beim Runterschalten dominieren kleine Explosionen die Soundkulisse. Auch im Cockpit fühlt sich der WM-Führende wie auf einer Zeitreise. „Alles ist viel leichter, puristischer, dynamischer und zackiger“, rekapituliert er hinterher. „Wie ein Gokart. Nicht wie ein Lkw. Unsere Autos sind heute schwerer, und wir haben jetzt eine elektronische Lenkung. Da geht das Gefühl verloren. Daran müssen wir arbeiten.“

Jetzt arbeitet Rosberg daran, dass der Große Preis von Deutschland 2016 ein Erfolg wird – auch damit er dem Kalender der Königsklasse erhalten bleibt. „Das ist Tradition“, sagt der gebürtige Wiesbadener. „Ohne Deutschland-GP ist es keine richtige Formel 1.“

Zumal der Mercedes-Pilot auch seine eigene Geschichte mit Hockenheim verbindet. 1995 hat er beim DTM-Abschied seines Vaters während der Fahrerparade auf dem Dach des Autos gesessen. „Damals herrschte volles Haus“, erinnert sich Rosberg, „aber es war mir zu peinlich zu winken.“ 2016 dürfte ihm das bestimmt leichterfallen.

Weitere Infos dazu in der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT, als Heft in AUTO BILD am Kiosk.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Hersteller

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.