Die besten Bilder aus Spielberg

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Formel 1: Mercedes-Stars in Spielberg

— 02.07.2016

Ein Trip ins Ungewisse

Hamilton vor Rosberg im Qualifying von Spielberg, doch der Deutsche muss am Sonntag nach hinten. Wird die Reifenwahl von Mercedes zum Nachteil?

Der Samstag in Spielberg war der Tag des Lewis Hamilton: Der Brite fuhr ungefährdet zur Pole, sein WM-Rivale Nico Rosberg landete mit einem Aufhängungsdefekt im Training in der Mauer und startet nach Getriebewechsel als Folge aus dem Crash nur als Siebter. Doch viel Freude wollte beim Briten deswegen nicht aufkommen. „Das Ganze ist nicht gut, denn ich will, dass das Team vorne ist“, sagte Hamilton mit Blick auf Rosbergs Pech - wohl wissend: „Für mich ist es in Sachen WM natürlich eine Möglichkeit, aus der ich das Meiste machen möchte.“

Hamilton hatte nach seiner Pole allen Grund zur Freude

Die Chancen im Duell gegen Rosberg stehen am Sonntag jedenfalls gut. Denn wie der Weltmeister anmerkte, „ist das hier keine Strecke, auf der man leicht überholen kann. Vor allem nicht Autos mit ähnlichem Speed. Es ist eine Downforce-Strecke und schwer im Infield am Vordermann dranzubleiben. Einen Williams oder Ferrari zu überholen, ist hier nicht so einfach.“ Doch abgeschrieben hat Hamilton Rosberg noch lange nicht. „Ich weiß, dass er hier sehr stark ist“, meinte der Brite in Bezug auf den Österreich-Sieger der beiden letzten Jahre. „Es fühlt sich an wie eine seiner stärksten Strecken... und eine meiner schwächsten.“

Das Lob für den Konkurrenten - Rosberg gab es umgehend zurück, wenn auch in größerem Rahmen: „Auch hier ist es wie immer die übliche Schlacht gegen Lewis. Er hat mich die beiden letzten Jahre geschlagen und er war die beiden letzten Jahre besser“, fand Rosberg ungewöhnliche Worte. „Das Duell gegen ihn ist eine tolle Herausforderung für mich“, so der Wiesbadener, der sich am Samstag auch beim Team des Rivalen bedankte: „Es sind sogar Mechaniker von Lewis rübergekommen auf mein Auto, um es nach dem Crash für das Qualifying fertig zu machen. Sonst hätten wir das nicht geschafft.“

Für Rosberg war der Crash ein großer Rückschlag

Große Eintracht also bei Mercedes - auch in puncto Reifenwahl. Doch das könnte am Sonntag noch für Probleme sorgen. „Damit, dass alle anderen in Q2 auf den supersoften Reifen fahren und damit dann auch im Rennen starten, haben wir nicht gerechnet“, räumte Rosberg ein, der wie Hamilton auf ultraweichen Pneus ins Rennen geht. Während es der Brite jedoch gut fand, mit den gleichen Voraussetzungen ins Rennen zu gehen wie der WM-Rivale, gab dieser zu bedenken: „Ich kann am Anfang mit Ultrasoft nicht attackieren. Wenn ich das mache, ist nach drei Kurven Ende.“ Rosberg: „Ich muss aber angreifen, um zu überholen. Das wird nicht einfach...“

Dass die Konkurrenz auf den superweichen Pneus allerdings einen großen Vorteil hat, kann sich der WM-Spitzenreiter nicht vorstellen. „Ich glaube, dass man auf beiden Mischungen Probleme bekommt. So viel Unterschied ist das nicht und damit auch nicht klar, dass die anderen jetzt alles richtig gemacht haben.“ Zumal Rosberg den Wetterbericht studiert hat. „Die Temperaturen sollen um 20 Grad fallen. Dann ist morgen sowieso die große Unbekannte. Wer weiß schon, wie sich dann die Reifen verhalten?“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Jerry Andre / Picture-Alliance

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