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Formel 1: Mercedes wieder mit Rückstand

— 06.10.2017

Ferrari ist jetzt ein Vettelmobil

Der Formel 1 steht in Japan ein spannender Dreikampf zwischen Ferrari, Mercedes und Red Bull bevor. Sebastian Vettel geht als Favorit in diesen.

Zwei Dinge stehen schon fest nach dem ersten Trainingstag beim Japan GP in Suzuka! Erstens: Sebastian Vettel und Ferrari setzen in Sachen Speed den Trend von Singapur und Malaysia fort. Sie sind die Paarung, die es auch in Suzuka zu schlagen gilt. Zweitens: Es könnte wieder einen Dreikampf geben. Red Bull ist auf Augenhöhe mit Mercedes und nicht weit weg von Ferrari. Zumindest im Trockenen. "Wir können nur das erste Training bewerten", sagt Red-Bull-Chefberater Helmut Marko, "weil die verregnete zweite Session kaum Aufschluss geben konnte. Aber nur soviel: Ricciardo war auf Anhieb mit dabei. Max Verstappen hat noch viel Luft nach oben."

Sebastian Vettel dürfte der Blick auf die Zeiten gefallen

In der Tat, die Zeiten belegen, dass Red Bull selbst auf dem Kurs von Suzuka, der auf dem Papier eigentlich Mercedes favorisiert, mithalten kann. Ricciardo fehlten bei seiner schnellsten Runde nur knapp drei Zehntel auf Vettel und nur eine Zehntel auf den Zweitplatzierten Mercedes-Star Lewis Hamilton. Red Bull macht besonders in den schnellen S-Kurven im ersten Drittel der Strecke Zeit auf den Mercedes gut. Laut GPS-Daten verlieren die Österreicher dagegen im letzten Sektor mit der langen Geraden eine halbe Sekunde auf die Silberpfeile. Favorit ist aber Vettel. Was dem ehemaligen Team des viermaligen Weltmeisters aus Heppenheim auffällt: Wie sehr die Fahreigenschaften des Ferrari von 2017 denen der WM-Autos von Vettel zu Red-Bull-Zeiten erinnern. Vettel war in den Höchstgeschwindigkeiten immer vorne dabei, aber auch in den schnellen Kurven mit der schnellste. Das heißt: Der Ferrari fuhr mit weniger Flügel als der Mercedes - er muss also den Abtrieb über den Unterboden generieren. "Das wollte Sebastian auch immer bei uns haben", heißt es von seinem Ex-Team, "der Ferrari ist jetzt auch ein Vettelmobil." Teamkollege Kimi Raikkönen kommt mit dem "Vettelmobil" noch nicht so klar - der Finne verlor vier Zehntel auf den Deutschen.

Mercedes fehlt in Suzuka noch etwas zur Spitze

Bei Mercedes hat Vettel nur Lewis Hamilton zu befürchten. Er kam besser mit dem neuen Aerodynamik-Paket klar als Teamkollege Valtteri Bottas. Bottas hat immer noch sichtlich Probleme mit dem am Limit sehr schwer zu fahrenden Silberpfeil, ist völlig neben der Spur. Knapp eine Sekunde verlor der ratlose Finne gegen den schnellsten Ferrari, sieben Zehntel auf Teamkollegen Hamilton.

Ernüchternd für Mercedes ist: Trotz kühlem Wetter (22 Grad Asphalttemperatur) war Ferrari schneller. Bei niedrigen Temperaturen sah Mercedes sich eigentlich im Vorteil. Hamilton muss jetzt die Flucht nach vorne antreten und im Qualifying am Samstag wieder über sich hinauswachsen. Dazu passt: Es könnte erneut regnen. Für Sonntag dagegen ist schöneres Wetter mit höheren Temperaturen angesagt. Das spielt dann wieder Vettel in die Hände.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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