Formel 1: Schumi in der Krise

Michael Schumacher Michael Schumacher im Mercedes Michael Schumacher

Formel 1: Michael Schumacher in der Krise

— 02.08.2012

Pleiten, Pech und Schumi

Was ist nur mit Michael Schumacher los? Der einstige König der Formel 1 ist vom Pech verfolgt, ein Debakel jagt das nächste. Zur Saisonhalbzeit liegt Schumi in der WM auf einem enttäuschenden zwölften Platz. Eine Bilanz.

Kaum ein Comeback wurde so heiß herbeigesehnt wie das von Michael Schumacher. Was haben die Schumi-Jünger gejubelt, als der bislang erfolgreichste Formel 1-Pilot aller Zeiten 2010 seinen Wiedereintritt in die Königsklasse des Motorsports bekannt gab. Groß war die Hoffnung auf einen achten WM-Titel des "Rekordmeisters" – und noch viel größer die Enttäuschung, als die Erfolge ausblieben. Die Schumi-Bilanz fällt bitter aus: Das Comeback besteht größtenteils aus Pleiten, Pech und Pannen. Die Gründe sind vielfältig: Auch im dritten Jahr sind die Silberpfeile nicht konkurrenzfähig. Der Rennspeed reicht oft nur fürs Mittelfeld, hinzu kommen Technik-Defekte, Strategie- und nicht zuletzt Fahrfehler. Zudem gilt der Mercedes als Reifenfresser.

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Mit sechs Ausfällen in bislang elf Rennen ist Schumi der Pannen-König der Saison 2012.

Keine Frage, das hat sich Schumacher anders vorgestellt. Und obwohl ein Renn-Debakel das nächste jagt, bleibt der Routinier zumindest äußerlich cool. In Interviews wiederholt der Altstar gebetsmühlenartig seine Durchhalteparolen. "Man muss gewisse Rennen so hinnehmen", so der lapidare Kommentar des Deutschen nach dem völlig verkorksten Ungarn-Grand Prix. Auf die Frage, wie es denn wieder aufwärts gehen könne, fällt Schumacher aber offenbar auch nicht mehr viel ein: "Am besten wäre es, wenn das Auto schneller wird." Mit sechs Aufällen in bisher elf Rennen ist Schumi der Pannen-König der Saison 2012.

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Frustriert: Schumacher nach seinem Auscheiden beim China-Grand Prix in der Mecedes-Box.

Erschreckend aber ist, dass sich zu den technischen Problemen des Autos auch ungewohnte Patzer von Schumacher selbst gesellen: In Ungarn fuhr der Mercedes-Pilot zuerst auf den falschen Startplatz, verursachte dadurch einen Startabbruch und stellte daraufhin – im Glauben, das Rennen werde erst nach fünf Minuten Wartezeit neu gestartet – den Motor ab. Diese Neustart-Regelung gilt aber bereits seit 2007 nicht mehr. Zum "Falschparker" kam dann auch noch eine Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Box, dazu ein Trainingsunfall und das verpatzte Qualifying. Einem Formel 1-Anfänger sei es verziehen – für den 43-Jährigen Schumacher aber war es das 299. Rennen in der Königsklasse. Nagen die Probleme bei Mercedes mittlerweile am Nervenkostüm des Kerpeners? Die komplette Schumi-Zwischenbilanz der Saison 2012 sehen Sie oben in der Bildergalerie!

Autor: Jan Kretzmann

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